Buch Wien & Buch Berlin: ein kleiner Rückblick

Mit Blick auf die letzten Wochen schauen wir auf eine ereignisreiche Zeit zurück. Gleich zwei Buchmessen gaben sich die Klinke in die Hand: mit der „Buch Wien“ das wichtigste Ereignis für den österreichischen Buchmarkt, mit der „Buch Berlin“ eine familiäre Buchmesse im Herzen Berlins. Beide Buchmessen sahen sich mit den Herausforderungen Corona-bedingter Einschränkungen konfrontiert und können dennoch auf gute Besucherzahlen zurückblicken.

Die „Buch Wien“, auf eine große Messehalle konzentriert, wurde von 41.000 BesucherInnen aufgesucht, die sich für das umfangreiche Angebot ebenso interessierten wie für Lesungen und Diskussionsrunden aus dem prall gefüllten Terminkalender. Bereits am Mittwochabend, dem 10. 11., eröffnet, konnten die BesucherInnen mehr als vier Tage stöbern, ins Gespräch kommen, neue Verlage, AutorInnen und Buchtitel entdecken, sich im Gewimmel treiben lassen, Veranstaltungen folgen. Nicht wenige nutzten die Messevielfalt mehrere Tage. Svea Kerling las am 11. 11. auf der ORF/Radio Wien-Bühne aus ihrem Erzählband „Sinistre Anekdoten“ und wurde von M. Kruppe begrüßt, vorgestellt und moderiert.

Die wesentlich kleinere „Buch Berlin“, die trotz der in das Messewochenende fallenden neuerlichen Corona-bedingten Veranstaltungsbeschränkungen 1.650 BesucherInnen verzeichnete, fand mit der Berliner Arena in industriellem Charme statt und war zu einem Gutteil von Fantastikverlagen und deren Publikum dominiert.

Auch hier bot sich uns die Möglichkeit einer Lesung: Benjamin Schmidt stellte dem Publikum seinen neuen Roman „Mein Mann von unter der Brücke“ vor, ebenfalls moderiert von M. Kruppe. Sehr erfreulich war das große Interesse an unserem Verlagsstand auf der „Buch Berlin“, der im Rahmen des „Literarischen Reiseführers“ von einer großen Besuchergruppe aufgesucht wurde, die den Ausführungen M. Kruppes und Benjamin Schmidts zu Verlagsgeschichte, Genres und Schmidts neuem Roman folgten.

Was insbesondere auf der „Buch Wien“ überdeutlich wurde, war, dass unsere Covergestaltungen und Buchtitel oftmals geradezu als Stopper wirkten, was unweigerlich eine Vielzahl von Fragen, spannenden Gesprächen und Empfehlungen nach sich zog. Auf beiden Buchmessen hatten wir als kleines Verlagsteam eine aufregende, gute Zeit mit vielen Gesprächen, einerseits mit „Booknerds“ und folglich neuen VerlagsfreundInnen, andererseits mit anderen VerlegerInnen.

Wir kommen sehr gerne wieder und bedanken uns aufs Herzlichste! Unserer besonderer Dank gilt der Thüringer Aufbaubank, die für die Förderung der Messeteilnahme an der „Buch Wien“ verantwortlich zeichnete.

Kleiner Wermutstropfen: Auch dieses Jahr fielen die „Thüringer Buchtage“ Anfang Dezember in Erfurt einer Corona-bedingten Absage zum Opfer, womit auch die Messelesung von Ulrike Serowy aus ihrem in Bälde erscheinenden Roman „Wölfe vor der Stadt“ betroffen war.
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„Whisky & Folk“ mit Linda Trillhaase – eine kleine Impression

Am vergangenen Samstag nahm Linda Trillhaase unsere Gäste in der ehrwürdigen Tuchfabrik Gebrüder Pfau Crimmitschau mit auf eine berührende und mitreißende Folk- und Whiskyweltreise durch Irland, Schottland, Frankreich, Italien, Schweden, Deutschland mit und stellte eine kleine Auswahl aus unseren internationalen Whiskys vor, die die Gäste genommen… Anbei eine kleine Impression…

Und natürlich freuen wir uns immer über neue AbonnentInnen unseres YouTube-Kanals. Vielen Dank!

Bildnachweis: Anton Peschel
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Lesung & Gesprächsrunde zu „Kopfkino“ in der Theaterfabrik: ein Rückblick

Mit dem gestrigen Abend blicken wir im Rahmen der Literarischen Salons unseres Partners Corvus e. V. in der Geraer Theaterfabrik auf eine Veranstaltung zurück, die zu einer der hinsichtlich sozialer, inklusiver Themen wichtigsten und am besten besuchten zählt. Zahlreiche Gäste hatten Gelegenheit, der von unserer Autorin Mona Krassu moderierten Lesung und folgenden Gesprächsrunde zur Gefängnisanthologie „Kopfkino“ zuzuhören und Fragen einzubringen.

Als Gäste waren die Herausgeberin und Greizer Bibliothekschefin Corina Gutmann, der Präsident des Geraer Landgerichts Peter Granderath, der Leiter der Justizvollzugsanstalt Hohenleuben Jürgen Frank, die Sozialarbeiterin eben dieser Einrichtung Anke Hartmann sowie einige Gefangene mit Ausgangslockerung anwesend. Die Themen bildeten in ihrem Spannungsbogen ebenso vielfältig wie wichtig die Gäste aus einerseits Gerichtsbarkeit und Vollzug, andererseits Haft ab: Wie empfindet ein Strafrichter, wenn manche Straffälligen wiederholte Male vor ihm sitzen? Wie fühlt sich Haft für den Straftäter an? Wie wird man zum Mitläufer? Welches (falsche) Image hat Haft bei der Bevölkerung und was kann man dagegen tun? Wie sehen die Haftbedingungen beispielsweise in Hohenleuben aus und welche Formen der Freizeit-, Sozial- und Projektarbeit können wie angeboten bzw. umgesetzt werden? Welche Arbeit leisten Menschen wie Corina Gutmann ehrenamtlich, um mittels Kultur Häftlingen wieder eine Hoffnung zu vermitteln? Wie können aus unseren Vorurteilen oftmals ganz andere „Nachurteile“ werden? Wie fühlt sich das an, ehrenamtlich mit zwanzig Häftlingen zu arbeiten? Und nicht zuletzt: Wie arbeiten AkteurInnen wie Corina Gutmann, die auch diese Veranstaltung unterstützende Landeszentrale für Politische Bildung Thüringen, deren Ansprechpartner Wieland Koch ebenfalls anwesend war, der Lese-Zeichen e. V., gestern abend vertreten durch Martin Straub, sowie Haftleitung und Gerichtsbarkeiten zusammen?Es wurde im Gesprächsverlauf, an dem sich auch Wieland Koch und Martin Straub beteiligten, rasch klar, wie oft Haftentlassene noch ohne Hilfe dastehen, wie oft RichterInnen und SozialarbeiterInnen privatinitiativ Vereine gründen, um Hilfeleistungen zur Resozialisierung anzubieten, wie umfangreich die Projektarbeit beispielsweise von Corina Gutmann in enger Kooperation mit der Anstaltsleitung und der Sozialarbeiterin Anke Hartmann viele Jahre war und noch immer ist, und was Häftlinge davon auch in ihr – hoffentlich besseres und stabileres – Leben mitnehmen können.

Weder dem Corvus e. V. noch unserem Verlag „Edition Outbird“ war bis gestern abend klar, wie wichtig und leider noch viel zu selten Veranstaltungen wie diese sind und was damit geleistet werden kann, um die Bevölkerung einzubeziehen und sie mittels dieser Gästeauswahl diesem umfassenden Themenkomplex und den dahinterstehenden Schicksalen und Menschen in Berührung zu bringen und Vorurteile abzubauen. Wir freuen uns ob dieses Erfolgs und nicht zuletzt auch der zahlreichen verkauften Bücher und sagen an dieser Stelle stellvertretend Dankeschön zum Einen gegenüber den Gästen der Podiumsdiskussion, zum Anderen der Landeszentrale für Politische Bildung Thüringen sowie der Kulturstiftung Thüringen!
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Wir bedanken uns bei Peter Przetak von der Geraer Theaterfabrik für die gute Zusammenarbeit

Nach acht Spielzeiten ist Peter Przetak mit der diesjährigen Sommerpause aus der Theaterfabrik Gera und damit der Theater Altenburg Gera gGmbH ausgeschieden. Peter Przetak als verantwortlicher Theaterpädagoge und Dramaturg begleitete den Literarischen Salon unserer Partnerinitiative Corvus e. V. vor Ort von Anfang an mit hohem Engagement und großer Unterstützung. Przetaks Herangehensweise ist von Humanismus, großem Einfühlungsvermögen, umfassender Menschenkenntnis und konstruktiver Kritik getragen; als Dramaturg war und ist er authentisch, offen, ideenreich und immer wieder auch unbequem in seinen fördernden Ansätzen. Wir blicken mit großer Dankbarkeit auf eine sehr reichhaltige und wichtige Zeit zurück und wünschen ihm und seiner Frau Nanna alles Gute auf ihren neuen Wegen. Vielen herzlichen Dank!

Bildnachweis: Ulrike Merkel / OTZ
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Anders-Art Festival: ein Rückblick

Am vergangenen Samstag veranstaltete unser Mitstreiter und (Autoren)Freund M. Kruppe als Projektkoordinator und Vorstand des Corvus e. V. im Pößnecker Franzenshof das erste Anders-Art Kulturfestival. Mit diesem kleinen und ebenso feinen Festival, dessen Thema Kunst von und über Menschen mit Behinderung war, präsentierte sich eine vielfältige Szene jenseits des Mainstreams; dank der Förderung der Partnerschaft für Demokratie im Saale-Orla-Kreis konnte das Festival realisiert werden. Zitat:

„Am 16.08. 2019 veranstaltete der Corvus e.V. sein erstes Anders-Art-Festival auf dem Gelände des Franzenshof Pössneck. Im Mittelpunkt stand hierbei Kunst von und über Menschen mit Behinderung. Vor gut 40 Gästen eröffneten der aus Krölpa stammende und seit 2010 in Berlin lebende Autor, Musiker und Grafiker Benjamin Schmidt gemeinsam mit dem Pößnecker Autor, Kulturmacher und Vereinsvorsitzenden M.Kruppe den Abend und gaben gleich vorab bekannt, dass ihr gemeinsames Projekt Sex & Drugs & Literatour aufgelöst wird.

Zu Wort kamen dann die beiden Leipziger Autoren David Gray und Michael Schweßinger, bevor die Finissage der Ausstellung von Franziska Appel in den Räumlichkeiten vom Unverblümt – Kulturmarketing stattfand. Weiter ging es mit der Vernissage einer zweiten Ausstellung des Jenaer Künstlers Tim Schnabel. Auch die aus Dresden stammende Künstlerin Mandoline Vierundzwanzig zeigte Bilder und einen beeindruckenden Kunstfilm.“

Hier geht es zur kompletten Rückblick sowie zur Fotogalerie.
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Mainzer Minipressenmesse 2019: ein kleiner Rückblick

Wir gestatten uns an dieser Stelle nur einen kurzen Rückblick auf die sehr sympathische, fast familiäre Mainzer Minipressenmesse, der größten europäischen Buchmesse der Kleinverlage und künstlerischen Handpressen, zu der neben Kunst- und LiteraturfreundInnen eine Vielzahl von Künstlern, Grafikateliers, PapierdruckerInnen, Verlagen und mehr anzutreffen war. Wir hatten eine sehr gute Zeit zu vielen Gesprächen, neuen Kontakten und Kooperationsideen mit unserem Standnachbarn Jenz Dieckmann vom „INSIDE Artzine„, neuen LeserInnen sowie unseren Kollegen von den Nachbarständen der „Parasitenpresse„, des Literaturmagazins „Kliteratur“ und des „Grafik Design Holzschnitt„-Studios und dürfen uns insbesondere bei unserer Autor(enfreund)in Susanne Agnes Fauser für die herzliche Gastfreundschaft bedanken. Im Übrigen lassen wir die Fotogalerie sprechen. Vielen herzlichen Dank!

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Leipziger Buchmesse 2019: Rückblick auf eindrucksvolle Tage

Mit der Buchmesse zu Leipzig 2019 gehen unglaublich eindrucksvolle und starke Tage zu Ende, die uns sicher noch lange begleiten werden. Einmal mehr und mehr denn je zeigte sich, dass unser Verlag „Edition Outbird“ ganz wesentlich auf den Kollektivgedanken, freundschaftliche, vertrauensvolle Partnerschaften, (AutorInnen)Freundschaften und damit auf Augenhöhe aufbaut. Vier Tage lang war unser Verlagspartner Danilo Schreiter als erster Ansprechpartner am Messestand anzutreffen, am Messefrei- und -samstag von Tristan Rosenkranz sowie am Messesonntag durch Mona Krassu unterstützt. Eine Vielzahl von guten Gesprächen führten wir vor Ort – mit AutorInnen, PressevertreterInnen, LeserInnen wie auch unseren Familien und Freunden. Das erste Mal lasen in diesem Jahr AutorInnen von uns auf der Leipziger Buchmesse – am 23. 03. 2019 Corina Gutmann, SOKO-Schauspieler Steffen Schröder und Mitwirkende aus „Kopfkino„, anmoderiert und begleitet von Tristan Rosenkranz, am 24. 03. 2019 Peter Wawerzinek aus „Geisterfahrt durch Südschweden„, anmoderiert und begleitet von Mona Krassu. Beide Lesungen waren mit mehr als 70 Gästen mehr als gut besucht und erzielten eine starke Resonanz. Traditionell veranstalteten wir auch in diesem Jahr unseren Literarischen Salon, der, abermals in der Connewitzer Kunstgalerie Raum 16, einem Familientreffen glich. Michaela Debastiani, angereist aus Salzburg, eröffnete die Lesung mit einem Auszug aus ihrem berührenden Debüt „Frauenherz„, Martin Plütsch faszinierte mit einer virtuos auf seiner Gitarre gespielten Interpretation der Narzissmus-Novelle „Kammerflimmern„, während nach der Pause Benjamin Schmidt den aus gesundheitlichen Gründen verhinderten Andreas Hähle mit Auszügen aus „Wahnsignale“ vertrat, aber auch eigene Stücke vortrug, um anschließend an Michael Schweßinger und Klaus Märkert zu übergeben, die in ihrer Mischung aus Talk, philosophischen Denkansätzen und bisweilen obskur schwarzhumorigen Texten das Publikum desöfteren zum Lachen brachten.Die Messetage waren voll von Eindrücken, Gesprächen, Begegnungen, Veranstaltungen und Premieren, die in ihrer Gesamtheit aufzuzeigen vermochten, welchen Stand wir mit unserer Verlagsarbeit mittlerweile erreicht haben und wie sehr der Gedanke des Miteinanders, der Identifikation und gegenseitigen Unterstützung unsere literarischen Alternativen mitträgt. Es ist an uns, ein erfülltes und riesiges Dankeschön an alle auszusprechen, an Danilo Schreiter vom Telescope Verlag, an die MitarbeiterInnen der Messegesellschaft, an unsere AutorInnen, KünstlerInnen, HerausgeberInnen, Familien und Freunde, an Jürgen Frank von der JVA Hohenleuben, Steve Bauer und seine Kollegen der Kunstgalerie Raum 16, Silke Wolf sowie Mona Krassu für ihre tatkräftige Unterstützung, aber auch an Romina Nikolic und alle hier ungenannten Gäste, Unterstützer und InteressentInnen. Es war großartig – vielen herzlichen Dank!

Zur Fotogalerie folgen Sie bitte diesem Link.
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Buchpremiere „Kopfkino“ in der Stadtbibliothek Greiz: ein Rückblick

Die gestrige Buchpremiere der Gefängnisanthologie „Kopfkino“ von Herausgeberin und Bibliothekschefin Corina Gutmann in der Greizer Stadtbibliothek war ein voller Erfolg. Mehr als 50 BesucherInnen waren zum Teil aus Bayern angereist, um der mit einigen starken Songs angereicherten Lesung zuzuhören und im Anschluss Fragen an die Herausgeberin, die vier anwesenden Häftlinge mit Haftlockerung wie auch an die am Buch mitwirkende Sozialarbeiterin der JVA Hohenleuben, Anke Hartmann, zu stellen. Die Texte, die sich zwischen Wut, Verzweiflung, Hoffnung und Humor bewegten, ergriffen das Publikum und sorgten desöfteren für Fragen, Kopfschütteln oder Gelächter. Wir bedanken uns an dieser Stelle neben der großen Unterstützung der BibliotheksmitarbeiterInnen für das große Interesse, die Aufgeschlossenheit und die zahlreichen Buchkäufe des Publikums, aber auch bei den anwesenden Teams des Mitteldeutschen Rundfunks sowie des Offenen Kanals Gera. Vielen herzlichen Dank!Zum Fotoalbum zur Veranstaltung folgen Sie bitte diesem Link.

Bildnachweis: Juliane Fuchs.
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Christian von Aster in der Geraer Theaterfabrik: ein Rückblick

Am vergangenen Freitag beehrte der äußerst umtriebige wie charismatische Christian von Aster den Literarischen Salon unseres Kooperationspartners Corvus e. V.. Ein sehr schöner Abend mit begeistertem, teils aus Städten wie Apolda, Jena und Hermsdorf angereistem Publikum, dessen Rückblick wir Ihnen nicht vorenthalten möchten:

„Am vergangenen Freitag durften wir keinen geringeren als Christian von Aster auf unserer Salon-Bühne in der Theaterfabrik Gera begrüßen. Der in Leipzig lebende Autor zahlreicher Bücher, Sprecher, Drehbuchautor und Regisseur machte sich in den letzten Jahren vor allem durch seine zum Teil skurrilen, zum Teil auch satirischen Fantasy-Geschichten einen Namen. Dass nicht nur die Welt der Kobolde und Feen, Elfen und Hexen eine literarische Rolle spielt, bewies von Aster, in dem er eine durchaus sozialkritische Kurzgeschichte las.

Während im ersten Teil des Abends eher Talk im Vordergrund stand, in dessen Rahmen M. Kruppe dem Corvus-Gast einige Fragen zu seinem Leben, seinem Werk, seinen Schreib-Ambitionen und Einflussgebern stellte, widmete sich der zweite Teil mehr der Literatur selbst, im gelesenen Sinne. Dabei erzählte Christian von Aster zwischen den Lesetexten immer wieder Anekdoten aus seinem Schaffen und seinem Leben, was für viel Amüsement im zahlreich erschienen Publikum führte.

Sitzend und stehend beeindruckte der Autor die Anwesenden durch seine faszinierende, ja beinahe einzigartig charismatische Art des Vortragens seiner oftmals sehr unterhaltsamen wie auch gut pointierten Geschichten. Es bewies sich: Die Bücher, unter anderem bei der Edition Roter Drache erschienen, selbst zu lesen, was sehr empfehlenswert ist, ist die eine Seite. Den Verfasser auf einer Bühne zu erleben, eine ganz andere, denn hier entfalten sich die Welten und die humorvoll verstiegene Art seines Denkens noch deutlicher.

Manch ein Text beherrscht der 1971 im Westfälischen geborene Autor auswendig und so trug er aus seinem aktuellen Buch „Das Koboltikum“ einiges frei sprechend vor, wobei nicht nur sein facettenreiches Sprachtalent einmal mehr zur Geltung kam, sondern auch sein mimisches Spiel, mit dem er den verschiedenen Charakteren Stimme UND Gesicht verlieh.

Die neunzig Minuten des Programms vergingen wie im Fluge und während des Signierens der Bücher stellten Gäste im Gespräch fest: „Wir hätten noch einige Stunden länger zuhören können.“ Diesen Satz teilen wir uneingeschränkt, aber alles hat einmal ein Ende. Doch wer weiß: Vielleicht wird Christian von Aster einst ein weiteres Mal Gast auf unser Salon-Bühne sein.“

Zum Fotoalbum zur Veranstaltung folgen Sie bitte diesem Link.

Bildnachweis: M. Kruppe
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„101 Stimmen für Hähle“: Wir sagen Dankeschön!

So nachdenklich der Hintergrund stimmen mag, so warmherzig, fröhlich und erfolgreich war mit Einnahmen in Höhe von 263,72€ zugunsten Andreas Hähles die gestrige Spendenlesung und Buchauktion aus Beständen des ehemaligen Leipziger Verlages Edition PaperONE im Leipziger Clownmuseum. Eine familiäre, freundschaftliche Gesellschaft war es, die da gestern der ein oder anderen Anekdote des Verlagschefs Oliver Baglieri zwischen der beschwingten, verrückten und bisweilen aberwitzigen Auktionsmoderation Volly Tanners folgte, der seinerseits Bücher – einzeln und im Paket – versteigerte, aus denen Mona Krassu, Michael Schweßinger und M. Kruppe Textauszüge vortrugen.

Wir bedanken uns ganz besonders beim Gründer und Leiter des Clownmuseums Hans-Dieter Hormann, aber auch bei Oliver Baglieri, Volly Tanner, den beteiligten AutorInnen und natürlich beim begeisterten Publikum, ohne die allesamt diese denkwürdige Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre. Großes Dankeschön!

Bildnachweis: Carsten Rothe
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