Abby Engel

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Die in Pößneck lebende Schülerin Abby Engel, geboren 2001, begann schon früh, sich für Musik zu interessieren. Beeinflusst unter Anderem durch den musikalischen Backround in dem sie aufwuchs – spielen doch beide älteren Schwestern ebenfalls Instrumente und singen -, begann auch sie recht früh, die Musikschule in Pößneck zu besuchen. Zunächst nahm sie Schlagzeugunterricht und spielte dadurch in einigen SchülerBandProjekten. Hier merkte sie schnell, dass ihr musikalisches Talent weit über Percussion hinausgeht. Als der Band ein Bassist fehlte, begann Abby, sich das Bass spielen bei zu bringen, von ihrer Tante bekam sie zudem einige Griffe auf der Gitarre gezeigt und auch das Keyboard hatte es ihr angetan. Diese Instrumente bringt sie die junge Musikerin seit nunmehr drei Jahren selbst bei und singt dazu.

Abgesehen von schon erwähnten Backround betont Abby, dass ihre intention, Musik zu machen, keiner langen Geschichte bedarf. „Es gab eine Zeit, in der es mir nicht sehr gut ging und in dieser Zeit war es so, dass ich in der Musik Trost fand und erst dann so richtig meinen Musikgeschmack entdeckt hatte. Seitdem höre ich immer Musik und irgendwann hatte ich den Drang dazu, selbst welche zu machen.“ sagt die schüchterne 15jährige im Interview mit Outbird.

Immer, wenn sie Musik mache, könne sie sich komplett auslassen und einfach in eine andere Welt eintauchen, erzählt sie weiter und schwärmt davon, gerade bei eigenen Songs komplett sie selbst sein zu können. Besonders bei dem Stück „ready to die“, bei dem sie sich selbst auf dem Keyboard begleitet, wird dies auch deutlich. Intensiv melancholisch erzählt sie von jener schweren Zeit und transportiert mit dem Stück eine tiefe Traurigkeit, die den Zuhörer zwischen Mitgefühl und Begeisterung schwingen lässt, um dabei die eigene Fragilität, die viel zu oft überdeckt wird vom Ich, vom Alltag, von den Konventionen einer zu Härte erzogenen Gesellschaft, wiederzuentdecken.

Die in ihrer Stimme liegende Zartheit erinnert an eine Vorsichtigkeit im Sein, die viele von uns bereits verlernt haben. So macht es einerseits Spaß, Abby zuzuhören, andererseits ist man ihr ausgeliefert und lässt sich von ihren Stücken auf die Wellen eines unsteten Strom mitnehmen.

Musik, sagt Abby, sei inzwischen ein wesentlicher Bestandteil ihres Lebens. Auf die Frage, was sie selbst gern höre, will sie sich nicht festlegen. Klang und Text sollten eine gute Symbiose ergeben und da gäbe es ja in jeden Genre gute Beispiele. „Ohne Musik wäre ich weder da wo ich jetzt bin, noch wäre ich die Person die ich jetzt bin. In den meisten Texten von Liedern welche ich höre kann ich mich selbst widerspiegeln und das mag ich einfach.„ sagt sie.

Nach der Zukunft gefragt, antwortet Abby, dass sie schon gern mit ihrer Musik Geld verdienen wolle, ihr Talent irgendwie zum Beruf zu machen, sei eines ihrer höchsten Ziele. Realistisch bleibt sie trotzdem, denn sie hängt dem an, dass selbst, wenn das nicht klappen werde, sie niemals aufhören wird, Musik zu machen.
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Bildnachweis: M. Kruppe