Christian von Aster in der Geraer Theaterfabrik: ein Rückblick

Am vergangenen Freitag beehrte der äußerst umtriebige wie charismatische Christian von Aster den Literarischen Salon unseres Kooperationspartners Corvus e. V.. Ein sehr schöner Abend mit begeistertem, teils aus Städten wie Apolda, Jena und Hermsdorf angereistem Publikum, dessen Rückblick wir Ihnen nicht vorenthalten möchten:

„Am vergangenen Freitag durften wir keinen geringeren als Christian von Aster auf unserer Salon-Bühne in der Theaterfabrik Gera begrüßen. Der in Leipzig lebende Autor zahlreicher Bücher, Sprecher, Drehbuchautor und Regisseur machte sich in den letzten Jahren vor allem durch seine zum Teil skurrilen, zum Teil auch satirischen Fantasy-Geschichten einen Namen. Dass nicht nur die Welt der Kobolde und Feen, Elfen und Hexen eine literarische Rolle spielt, bewies von Aster, in dem er eine durchaus sozialkritische Kurzgeschichte las.

Während im ersten Teil des Abends eher Talk im Vordergrund stand, in dessen Rahmen M. Kruppe dem Corvus-Gast einige Fragen zu seinem Leben, seinem Werk, seinen Schreib-Ambitionen und Einflussgebern stellte, widmete sich der zweite Teil mehr der Literatur selbst, im gelesenen Sinne. Dabei erzählte Christian von Aster zwischen den Lesetexten immer wieder Anekdoten aus seinem Schaffen und seinem Leben, was für viel Amüsement im zahlreich erschienen Publikum führte.

Sitzend und stehend beeindruckte der Autor die Anwesenden durch seine faszinierende, ja beinahe einzigartig charismatische Art des Vortragens seiner oftmals sehr unterhaltsamen wie auch gut pointierten Geschichten. Es bewies sich: Die Bücher, unter anderem bei der Edition Roter Drache erschienen, selbst zu lesen, was sehr empfehlenswert ist, ist die eine Seite. Den Verfasser auf einer Bühne zu erleben, eine ganz andere, denn hier entfalten sich die Welten und die humorvoll verstiegene Art seines Denkens noch deutlicher.

Manch ein Text beherrscht der 1971 im Westfälischen geborene Autor auswendig und so trug er aus seinem aktuellen Buch „Das Koboltikum“ einiges frei sprechend vor, wobei nicht nur sein facettenreiches Sprachtalent einmal mehr zur Geltung kam, sondern auch sein mimisches Spiel, mit dem er den verschiedenen Charakteren Stimme UND Gesicht verlieh.

Die neunzig Minuten des Programms vergingen wie im Fluge und während des Signierens der Bücher stellten Gäste im Gespräch fest: „Wir hätten noch einige Stunden länger zuhören können.“ Diesen Satz teilen wir uneingeschränkt, aber alles hat einmal ein Ende. Doch wer weiß: Vielleicht wird Christian von Aster einst ein weiteres Mal Gast auf unser Salon-Bühne sein.“

Zum Fotoalbum zur Veranstaltung folgen Sie bitte diesem Link.

Bildnachweis: M. Kruppe
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