Frühlingsauftakt auf dem Rittergut Endschütz | Ein Rückblick

Wir blicken auf ein wunderschönes Frühlingswochenende inmitten des zeitvergessenen, entspannten und familiär freundlichen Markttrubels auf dem Rittergut Endschütz zurück. Zwei Tage Frühlingsmarkt liegen hinter uns und damit Tage voller Impressionen, Begegnungen, freundlicher und interessierter Gespräche, Feedbacks und neuer Ideen.

Das Interesse an unseren Getränkespezialitäten war einmal mehr sehr groß, aber auch die Leckereien der Likörschmiede O´Donnell zu Berlin, unsere Hausmarke „Rabentrunk“ mit Met und WhiskyBier und verschiedenen Likören sowie die einzigartigen Spezialitäten der „Metwabe“ – Met mit Kakao, Kirschmet mit Whisky, Met mit Apfel und Zimt – fanden zahlreiche KäuferInnen und GenießerInnen. Viele Menschen entdeckten unsere Whiskyabfüllungen als Geschenkidee, viele wiederum konnten aber auch feststellen, dass leckere und ausgereifte Whiskykultur von Weltrang mit beispielsweise schwedischen, französischen und indischen Destillaten mittlerweile weit über die schottischen Grenzen hinausragt.

Das Rittergut Endschütz bietet mit seinen vielen kleinen Wegen, seinem Park im Hof, seinen vielen Räumlichkeiten und Nebengelassen, dem Kaffee in der Scheune und der Kellerbar, den romantischen Zimmern und Wohnwägen und dem kleinen See hinterm Gut unzählige Augenschmäuse, die durch die Händlerfamilie und deren gegenseitiger Unterstützung, den vielen verschiedenen Produkten und Gaumenfreuden und Inspirationen die Zeit vergessen lässt. Folglich hielten sich viele BesucherInnen lange auf dem Areal auf und genossen das Ambiente.

Wir bedanken uns bei den freundlichen HändlerkollegInnen, insbesondere aber Susann Schmidt und Daniela Freund für das erfolgreiche Marktwochenende und Marcel Mulack für die tatkräftige Unterstützung; nicht jedoch, ohne zwei Empfehlungen auszusprechen: Zum Einen verweisen wir sehr gern auf unseren Standnachbarn Bern Lüder, der für jeden guten Garten geeignete Nisthäuschen für Wildbienen mit Starterkokons herstellt und vertreibt und damit unseren bedrohten Bienen wieder Lebensraum zurückgibt, zum Anderen möchten wir Chris Lunatis empfehlen, die mit ihrem Harfenspiel und ihren keltischen Gesängen schier zu verzaubern mag.

Schön war´s, wir kommen gerne wieder!

Zur Fotogalerie bitte hier entlang.

Bildnachweise: Kerstin Vogt und Lothar Röser.
_____________________________________________________________________________________

Literarischer Salon „Tatort Gera“-Krimilesung | Ein Rückblick

Mit Freude blicken wir auf den nunmehr dritten Literarischen Salon Abend des Corvus e. V. in Gera zurück, der am 07. 04. 2018 im Gewölbekeller des Restaurants Museumsstuben stattfand. Zu Gast hatten wir nicht nur die beiden Krimi-Preisträger Simone Buchholz und Max Annas, sondern auch den Leipziger Krimi-Autoren Ulf Torreck alias David Gray, der moderierend durch den Abend führte.

Nicht nur die Location selbst, die mit ihrem ambientvollen Gewölbe bestens zum Thema passte, war es wert, dem „Tatort Gera“ beizuwohnen. Auch die beiden AutorInnen begeisterten das durchaus neugierige und sehr offene Publikum. So wurden schon vor der Lesung an der Outbird-Bar Gespräche geführt und Bücher verkauft und auch im Anschluss war noch lange nicht Ruhe.

Eröffnet wurde der Abend von unserem Vorsitzenden M. Kruppe, der begrüßende Worte fand, bevor Ulf Torreck zunächst Max Annas und sein Buch „Illegal“ vorstellte, das zugleich ein Krimi, politisches Buch und ein Gesellschaftsroman ist. Der junge Kodjo aus Ghana beobachtet in Berlin einen Mord. Sieht den Täter davonfahren. Weil Kodjo illegal im Land ist, will er sich verstecken und warten, bis der Mörder gefasst wird. Doch der hat ihn gesehen. Und schickt dem unbequemen Zeugen seine Männer hinterher. Kodjo wird gejagt.

Daran angeschlossen galten Ulf Torrecks Fragen Simone Buchholz, die in „Beton Rouge“ den Hamburger Kiez St. Pauli in den Fokus rückt. Eines Morgens steht vor dem Gebäude eines großen Zeitschriftenverlags ein Käfig, worin sich der Chef der Personalabteilung befindet. Nackt, bewusstlos und offensichtlich misshandelt. Drei Tage später steht der nächste Käfig vorm Verlag, diesmal liegt der Geschäftsführer drin. Die Staatsanwältin Chastity Riley glaubt zunächst an einen Racheakt der Verlagsmitarbeiter – seit Jahren werden Leute entlassen, während sich die Führungskräfte dicke Boni in die Taschen stopfen. Als dann ans Licht kommt, dass beide Opfer nicht nur ihr Status, sondern auch eine mehr als zweifelhafte Vergangenheit verbindet, verschwindet der Vorstandsvorsitzende.

Beide Autoren schafften es durch ihre besondere Art zu lesen, das Publikum zu fesseln und so vergingen die knapp zwei Stunden wie im Fluge.

Wir danken dem sehr interessierten wie aufgeschlossenen Publikum, unserem Kooperationspartnern Outbird und Lese-Zeichen e.V. sowie der Inhaberin der Museumsstuben Birgit Tremel und natürlich den drei Protagonisten des Abend, Simone Bucholz, Max Annas und Ulf Torreck. Unser besonderer Dank gilt an dieser Stelle Simone Buchholz, die der Initative Corvus e. V. ihre komplette Gage erließ.

Vielen herzlichen Dank!

Zur Fotogalerie bitte hier entlang.

Bildnachweis: Peter Peukert.
_____________________________________________________________________________________

Literarischer Salon mit leavinghomefunktion | Ein Rückblick

Gestern fand der zweite Literarische Salon unseres Kooperationspartners „Corvus e. V.“ in Gera statt. Gleichsam war dieser als Auftakt in der Geraer Theaterfabrik ein gelungenes Debüt. Aufschlussreich, unterhaltsam, spannend, abenteuerlich, humorvoll und zuweilen lehrreich… so könnte man mit wenigen Attributen den Vortrag des Kollektives von „On the Landway to New York // leavinghomefunktion“ beschreiben.

Wenn Menschen im Publikum sitzen, mit weit aufgerissenen Augen, am Finger kauend, während die Protagonisten von ihren zuweilen abenteuerlichen Erfahrungen erzählen, dann kann man ein weiteres Adjektiv hinzufügen: fesselnd. So blicken wir auf einen sehr interessanten und schönen Abend zurück. Etwa dreißig Menschen, zum Teil aus Leipzig, Jena und dem entfernten Umland angereist, lauschten gespannt dem gut zweistündigen Vortrag und führten in der Pause und im Anschluss angeregte Gespräche mit den beiden VertreterInnen des Projektes.

Wir danken allen, die da waren!

Zur Fotogalerie bitte hier entlang.

Bildrechte: leavinghomefunktion
_____________________________________________________________________________________

Leipzig, das war wunderbar!

Wir blicken erfüllt, dankbar und voller neuer Impressionen und Ideen auf die Leipziger Buchmesse 2018 samt unserer beiden Literarischen Salons zurück. Das erste Mal seit Gründung unseres Verlags waren wir in Kooperation mit dem „Telescope Verlag“ auf der Buchmesse mit einer eigenen Messestandbeteiligung vertreten. Quasi im Zentrum von Halle 5 bekamen wir nicht nur einen Eindruck davon, welche Identifikation unsere Veröffentlichungen und Veranstaltungen nach sich ziehen – zahlreiche Freunde und LeserInnen unserer Arbeit besuchten uns und nahmen unserer Posts in den sozialen Medien wahr -; viele Gespräche auch mit AutorInnen und NetzwerkerInnen, die sich vor Ort zum Hallo oder mit zum großen Teil interessanten Projekten vorstellten, gestatten uns einen Rückblick auf spannende und angefüllte Tage, die wiederum mit neuen Ansätzen in die Zukunft blicken lassen.

Wir sind sehr dankbar für den Früchte tragenden und wachsenden Kollektiv- und Freundeskreisgedanken, nicht zuletzt weil wir eine umfassende Unterstützung unserer AutorInnen zur Realisierung dieser Messepräsenz erfuhren. Am Stand wechselte sich unsere Besetzung ab; neben Danilo Schreiter als Inhaber des „Telescope Verlags“ war der Stand mit Hauke von Grimm, M. Kruppe, Frau Kopf und Tristan Rosenkranz besetzt.

Die Gestaltung unserer Literarischen Salons wurde durch die Unterstützung und wunderbar unkomplizierte und freundliche Kooperation durch und mit dem/n Inhaber Steve Bauer und seiner Frau Beatrice, MitarbeiterInnen und Freunden des „Sinnträger“-Tattoostudios und der „Kunstgalerie Raum 16“ in Leipzig-Connewitz möglich. Beide Abende waren ein im Rahmen unserer Vorstellungen gut besuchter Erfolg und eben gerade, weil sie nicht völlig überlaufen waren, gelungene literarische Events mit familiärem Charakter.

Zwei Abende mit wechselnden Lesungen und Buchvorstellungen seitens Frau Kopf, M. Kruppe und Axel Kores, einem zwischen Verletzlichkeit und expressiver Überzeichnung wechselnden Konzert von Misteriosa aka Benscher, einer äußerst heiteren Cut Up- und Cross-Lesung der drei Autoren Hauke von Grimm, Michael Schweßinger und unserem baldigen Autorenneuzugang Klaus Märkert, den Werken des Künstlers und Autoren Christoph Liedtke sowie bis tief in die Nacht gehenden Gesprächen und fröhlichen Verkostungen unseres Berliner Getränkezuwachses „O´Donnell“ mit suchterzeugend leckeren Sorten wie „Harte Nuss“ lassen uns sehr gern an das vergangene Wochenende zurückdenken.

Unser herzlicher Dank gilt neben unseren AutorInnen und KooperationspartnerInnen insbesondere Danilo Schreiter, M. Kruppe und Steve Bauer, aber auch der Connewitzer „Pension am Stern“ mit ihrem überaus freundlichen Team, Freunden mit der Möglichkeit der privaten Unterkunft und all unseren LeserInnen, ZuhörerInnen, BesucherInnen und Gästen.

Harsche Kritik müssen wir an dieser Stelle allerdings am Busunternehmen „Flixbus“ üben, dessen Onlineticketing eine Katastrophe ist und die es tatsächlich fertigbrachten, unserer Autorin Frau Kopf zeitlich extrem knapp eine vierzig Minuten vor der ursprünglichen liegende Abfahrtszeit sowie einen Standort am anderen Ende der Stadt mitzuteilen, der sich im Nachhinein als falsch kommuniziert herausstellte. Fazit: Unsere Autorin war letztlich genötigt, sich von besagtem Abfahrtsort – einem weit vom Stadtzentrum entfernt liegenden Gewerbegebiet ohne öffentlichen Nahverkehr – eine geeignete Alternative zu organisieren. Selbstverständlich wird Flixbus von uns der Kostenerstattung wegen hören.

Davon unbenommen: vielen lieben Dank an alle! Zur Fotogalerie folgen Sie bitte diesem Link.
_____________________________________________________________________________________

Literarischer Salon mit Luci van Org | Ein Rückblick

Mit dem gestrigen Auftakt des Geraer Literarischen Salons mit Luci van Org blickt unser Kooperationspartner Corvus e. V. auf eine sehr erfolgreiche Veranstaltung zurück. Mehr als 40 Gäste lauschten im einzigartigen Ambiente des Geraer Historischen Bahnbetriebswerks den Ausführungen der Autorin und Sängerin aus ihrem Buch „Die Geschichten von Yggdrasil“ zur nordischen Mythologie und Götterwelt, die von Humor, an schamanische Gesänge erinnernde Folksongs sowie der ein oder anderen Demontage nationalsozialistischer Heldenmythen gezeichnet waren.

Die Veranstaltung, die weit nach 22 Uhr endete, erntete zahlreiche Zusprüche der begeisterten Gäste samt der Freude und Hoffnung darüber, dass damit eine feste Veranstaltungsreihe etabliert werden soll. Die nächsten Termine samt Locations stehen schon an und sind nicht zuletzt auch in unserem Veranstaltungskalender zu finden: leavinghomefunktion am 23. 03. 2018, Tatort Gera am 04. 04. 2018, Clemens Meyer am 04. 05. 2018 und M. Kruppe am 02. 06. 2018.

Als Hauptsponsor ist die Freude ganz auf unserer Seite, der Stadt Gera damit ein Stückchen ebenso geistvolle wie unterhaltsame Kultur bieten zu können. Tausend Dank an Luci van Org, den Corvus e. V., den Vermieter des besonderen Objekts und die muntere Gästeschar!

Zur Veranstaltungsgalerie bitte hier entlang.
_____________________________________________________________________________________

Literarische Destille | Ein Rückblick

Wenngleich wir nur mit sehr reduziertem Fotomaterial aufwarten können und der Videomitschnitt noch nicht verarbeitet ist, blicken wir mit der gestrigen „Literarischen Destille“ in der Jenaer Villa Rosenthal auf einen Abend zurück, den wir in der Form noch nicht erlebt haben und der Gäste nicht nur aus Jena, sondern auch Erfurt, Gera und Neustadt / Orla angezogen hatte. Die beiden großartigen Erzähler und Rezitatoren Ralf Schönfelder und M. Kruppe führten die unzähligen Gäste durch Texte und Lebenseinblicke eines Hemingway, Müller, Jerofejew und Lowry, lasen rauschhafte Sequenzen ihrer Werke vor und tranken und verlosten zu jedem der vier je einen leckeren Rum, Whisky, Gin und Wodka.

Zu beantworten war je Literat eine Frage; darüber hinaus brachten die Gäste ein großes Interesse nicht nur an der mit wundervollem Humor vorgetragenen Weltliteratur mit, sondern auch an unserer Auswahl edler Getränke und Abfüllungen. Ganz nebenbei konnte man einmal mehr den weissrussischen Birkenblättchenwodka von „Bulbash“ und – neu im Sortiment – den geschmacklich hochkomplexen „Glen Els“-Whisky aus dem Harz kennen- und liebenlernen.

Für uns war der Abend ein literarisches Fest, die Menschen in Jena waren und sind unglaublich aufgeschlossen und interessiert, was zu zahlreichen Gesprächen über den Abend im Allgemeinen und unser Spirituosenangebot im Besonderen führte. Unser herzlicher Dank gilt dem Team der Villa Rosenthal, einmal mehr Uta und Ralf vom Lese-Zeichen e. V., Willy Jobst vom „Unverblümt Kulturmarketing“ und insbesondere unserem Partner und Autorenkollegen M. Kruppe. Es war grandios, wir kommen gerne wieder!

Zur Veranstaltungsgalerie bitte hier entlang.
_____________________________________________________________________________________

Architekturen der Leere | Ein Rückblick

Kurz vor dem Weihnachtsfest und wenige Tage vor Ende diesen Jahres veranstaltete am 22. 12. 2017 unser Mitstreiter, der Pößnecker Autor und Veranstalter M. Kruppe, gemeinsam mit dem Leipziger Autoren Michael Schweßinger, Ralf Schönfelder von unserem Kooperationspartner „Lese-Zeichen e. V.“ , dem Verein zur Förderung alternativer Kunst und Kultur „Corvus e. V.“ und uns unter dem Namen „Architekturen der Leere“ seinen Bühnenabschluss zu 2017 (zu einer kleinen Auswahl Impressionen bitte hier entlang). Eingeladen waren der Leipziger Krimiautor David Gray, die beiden Hallenser Autoren und Musiker Axel Kores und Christoph Liedtke,  der Pößnecker Musiker und eine Part der beiden „Down from the Sky“ Stephan Kretzschmann sowie die Hallenser Band „Klinke“.

Den Beginn des Abends zelebrierten M. Kruppe und Michael Schweßinger, die beide abwechselnd eine höchst unterhaltsame Mischung aus Texten, Short Stories und Lyrik vortrugen, während Autorenkollege David Gray zur allgemeinen Erheiterung nicht nur einige Textpassagen aus seinem rasanten Kiezkrimi „Sarajevo Disco“ vortrug, sondern noch einige starke Texte obendrauf packte. Im Anschluss fesselte Axel Kores das Publikum, der kurz zuvor seinen Autorenvertrag bei „Edition Outbird“ unterzeichnete, mit Passagen seines wendungsreichen, rotzigen und voller Punksozialisationen und künstlerischer Sinnsuche steckenden Romans „Verschwendete Jugend“ (erscheint im Frühjahr 2018 bei „Edition Outbird“). Auch Christoph Liedtke, sein Hallenser Autorenkollege, wusste mit seiner substantiellen, pointierten Lyrik zu beeindrucken, nicht zuletzt in der später gemeinsam vorgetragenen rituellen Klangperformance, die sich auf mittels Packband erzeugten Loops aufbaute.

Für die Abrundung des Abends sorgte Stephan Kretzschmann mit Bluesrock-Einlagen, den weit mehr als nur würdigen Abschluss lieferte die Hallenser Post-Punk-Band „Klinke“, die einen unglaublich starken, eigenständigen Sound irgendwo zwischen „Black Mountain“ und „Savages“ in die mittlerweile zum rauschenden Abend voller guter Gespräche übergegangene Lesung einspeiste.

Wir freuen uns, Teil dieser hochkarätigen Veranstaltung alternativer Kultur gewesen zu sein und sagen: gerne wieder!

Zur Veranstaltungsgalerie bitte hier entlang.
________________________________________________________________________________________

Edition Outbird: Rückblicke und Aussichten

Wieder einmal blickt unsere „Edition Outbird“ mit den vergangenen Tagen auf einen kleinen Meilenstein zurück. Mit der Buchpremiere Frau Kopfs zu ihrer Neuerscheinung „Brachialromantik“ im Berliner „Cosmic Kaspar“ erlebten wir eine energiegeladene Lesung, wie sie in der Form selbst für uns ein Novum war. Einen Rückblick dazu finden Sie unter diesem Link, Einblicke in die Veranstaltung erhalten Sie unter diesem Link.

Darüber hinaus wird im Frühjahr Michael Schweßinger seine Italienstories bei uns veröffentlichen und mit ihm ein Kultautor, Weltreisender, Erzählkünstler und Skeptiker, der seinesgleichens sucht. Wir freuen uns über sein Willkommen und begrüßen ihn unter diesem Link.

Bildnachweis: Kaya / Barbara Bommel
________________________________________________________________________________________

Buchmesse-Mitschnitt zur „Outbird-Lesenacht 2017“ online

Wenngleich die Verarbeitung vergleichsweise lange gedauert hat, freuen wir uns riesig über den nunmehr online stehenden Zusammenschnitt der „Outbird-Lesenacht“ anlässlich der Leipziger Buchmesse 2017 im Beyerhaus zu Leipzig, die gleichzeitiger Tourabschluss der „Sex & Drugs & LiteraTOUR“ war. Unser großes Dankeschön gilt neben den beteiligten Autoren und Musikern sowie dem heimlichen Sponsor „Bulbash“-Wodka zuvorderst Marcel Schreiter, dem Herz und Kopf von „Kirschbaum-Pictures„. Aber lassen wir doch das Video selber sprechen.

In diesem Zusammenhang verweisen wir einmal mehr auf unseren YouTube-Kanal unter diesem Link. Wir wünschen viel Vergnügen!
_____________________________________________________________________________________

Buchvorstellung „WortLand“ Galerie „Raum 16“ Leipzig | Ein Rückblick

Kein „Starkult“, keine Allüren – Ein Leseabend in Leipzig

Hauke von Grimm dürfte nicht zuletzt im Zusammenhang mit dem unlängst bei „Edition Outbird“ erschienenen Buch „Wortland“ ein Begriff sein und auch der Gast seiner Buchvorstellung Michael Schweßinger ist längst kein Unbekannter mehr. Beide feierten gestern in der Leipziger Galerie „Raum 16“ vor mehr als dreißig Gästen die Rückkehr Schweßingers aus Italien. Während Schweßinger zwischen seinem Textwerk recht deutlich über Jobs im Raubtierkapitalismus, miese Bezahlungen und Arbeitszeiten bar jeder Gesetzlichkeit sprach – sehr berührend zuweilen, sehr unterhaltsam andererseits – las von Grimm aus seinem neuen Buch vor.

Hauke von Grimm wählte seine Texte offenbar bewusst, wenn auch nicht wirklich abgesprochen, wie er zugab. „Michael Schweßinger und ich haben uns vorher nicht unterhalten, es gibt keine Struktur!“ sagte er zu Anfang des gut zweistündigen Programms. Das aber gab dem Abend keineswegs eine negative Note, im Gegenteil. Ob eine Passage über eine Paris-Reise oder die Odyssee durch ganz Europa wegen eines nur im Auto zur Ruhe zu bringenden Kleinkindes, das Thema Reisen war auch Hauke von Grimms Thema und so ergänzten sich beide Autoren wunderbar. Zwischen den jeweiligen Leseparts philosophierten die beiden über Arbeit, System und den Moment, in dem sie sich kennen lernten, werteten den Abgesang des legendären Leipziger Underground Verlages „Edition Paper One“ aus, dessen Niedergang sie begleiteten. Da schwang schon ein Stück Wehmut zwischen den Worten.

Als weiteren Gast holte sich von Grimm seinen Autorenkollegen von „Edition Outbird“, den Thüringer M. Kruppe, auf die Bühne, der in einem gut zehnminütigen Part Gedichte las, die nicht selten bukowskiesk scheinen, wennschon Kruppe diesen Vergleich nur mit einem Stirnrunzeln beantwortet. Er wolle nicht kopieren oder verglichen werden, äußerte er einst in einem Interview. Kurze Geschichten von Außenseitern und Abgehängten gab er zum Besten und ergänzte so das Programm auf seine Weise.

Ein runder Abend zwischen Unterhaltung, Witz und Tragik, Philosophie und Kritik am System. So könnte man die zwei Stunden beschreiben. Besonders zu erwähnen sind neben dem eigentlichen Aspekt, der Literatur auf der Bühne, auch die Gespräche, die vor und nach der Lesung bei Zigarette und Bier entstanden. Die Autoren und die Gäste auf einer Linie, auf Augenhöhe. Auswertungen und Bestätigungen, eigene Erlebnisse, die mit dem Gelesenen wieder in Erinnerung gerufen wurden. Und das ist es, was alle drei Autoren genossen und gelobt haben.

Wir dürfen gespannt sein, denn Hauke von Grimm, Michael Schweßinger und M. Kruppe hecken da etwas aus, so scheints. Und vielleicht hören wir schon im Dezember mehr von dem Trio.
_____________________________________________________________________________________