Literarischer Salon mit Luci van Org | Ein Rückblick

Mit dem gestrigen Auftakt des Geraer Literarischen Salons mit Luci van Org blickt unser Kooperationspartner Corvus e. V. auf eine sehr erfolgreiche Veranstaltung zurück. Mehr als 40 Gäste lauschten im einzigartigen Ambiente des Geraer Historischen Bahnbetriebswerks den Ausführungen der Autorin und Sängerin aus ihrem Buch „Die Geschichten von Yggdrasil“ zur nordischen Mythologie und Götterwelt, die von Humor, an schamanische Gesänge erinnernde Folksongs sowie der ein oder anderen Demontage nationalsozialistischer Heldenmythen gezeichnet waren.

Die Veranstaltung, die weit nach 22 Uhr endete, erntete zahlreiche Zusprüche der begeisterten Gäste samt der Freude und Hoffnung darüber, dass damit eine feste Veranstaltungsreihe etabliert werden soll. Die nächsten Termine samt Locations stehen schon an und sind nicht zuletzt auch in unserem Veranstaltungskalender zu finden: leavinghomefunktion am 23. 03. 2018, Tatort Gera am 04. 04. 2018, Clemens Meyer am 04. 05. 2018 und M. Kruppe am 02. 06. 2018.

Als Hauptsponsor ist die Freude ganz auf unserer Seite, der Stadt Gera damit ein Stückchen ebenso geistvolle wie unterhaltsame Kultur bieten zu können. Tausend Dank an Luci van Org, den Corvus e. V., den Vermieter des besonderen Objekts und die muntere Gästeschar!

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Literarische Destille | Ein Rückblick

Wenngleich wir nur mit sehr reduziertem Fotomaterial aufwarten können und der Videomitschnitt noch nicht verarbeitet ist, blicken wir mit der gestrigen „Literarischen Destille“ in der Jenaer Villa Rosenthal auf einen Abend zurück, den wir in der Form noch nicht erlebt haben und der Gäste nicht nur aus Jena, sondern auch Erfurt, Gera und Neustadt / Orla angezogen hatte. Die beiden großartigen Erzähler und Rezitatoren Ralf Schönfelder und M. Kruppe führten die unzähligen Gäste durch Texte und Lebenseinblicke eines Hemingway, Müller, Jerofejew und Lowry, lasen rauschhafte Sequenzen ihrer Werke vor und tranken und verlosten zu jedem der vier je einen leckeren Rum, Whisky, Gin und Wodka.

Zu beantworten war je Literat eine Frage; darüber hinaus brachten die Gäste ein großes Interesse nicht nur an der mit wundervollem Humor vorgetragenen Weltliteratur mit, sondern auch an unserer Auswahl edler Getränke und Abfüllungen. Ganz nebenbei konnte man einmal mehr den weissrussischen Birkenblättchenwodka von „Bulbash“ und – neu im Sortiment – den geschmacklich hochkomplexen „Glen Els“-Whisky aus dem Harz kennen- und liebenlernen.

Für uns war der Abend ein literarisches Fest, die Menschen in Jena waren und sind unglaublich aufgeschlossen und interessiert, was zu zahlreichen Gesprächen über den Abend im Allgemeinen und unser Spirituosenangebot im Besonderen führte. Unser herzlicher Dank gilt dem Team der Villa Rosenthal, einmal mehr Uta und Ralf vom Lese-Zeichen e. V., Willy Jobst vom „Unverblümt Kulturmarketing“ und insbesondere unserem Partner und Autorenkollegen M. Kruppe. Es war grandios, wir kommen gerne wieder!

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Architekturen der Leere | Ein Rückblick

Kurz vor dem Weihnachtsfest und wenige Tage vor Ende diesen Jahres veranstaltete am 22. 12. 2017 unser Mitstreiter, der Pößnecker Autor und Veranstalter M. Kruppe, gemeinsam mit dem Leipziger Autoren Michael Schweßinger, Ralf Schönfelder von unserem Kooperationspartner „Lese-Zeichen e. V.“ , dem Verein zur Förderung alternativer Kunst und Kultur „Corvus e. V.“ und uns unter dem Namen „Architekturen der Leere“ seinen Bühnenabschluss zu 2017 (zu einer kleinen Auswahl Impressionen bitte hier entlang). Eingeladen waren der Leipziger Krimiautor David Gray, die beiden Hallenser Autoren und Musiker Axel Kores und Christoph Liedtke,  der Pößnecker Musiker und eine Part der beiden „Down from the Sky“ Stephan Kretzschmann sowie die Hallenser Band „Klinke“.

Den Beginn des Abends zelebrierten M. Kruppe und Michael Schweßinger, die beide abwechselnd eine höchst unterhaltsame Mischung aus Texten, Short Stories und Lyrik vortrugen, während Autorenkollege David Gray zur allgemeinen Erheiterung nicht nur einige Textpassagen aus seinem rasanten Kiezkrimi „Sarajevo Disco“ vortrug, sondern noch einige starke Texte obendrauf packte. Im Anschluss fesselte Axel Kores das Publikum, der kurz zuvor seinen Autorenvertrag bei „Edition Outbird“ unterzeichnete, mit Passagen seines wendungsreichen, rotzigen und voller Punksozialisationen und künstlerischer Sinnsuche steckenden Romans „Verschwendete Jugend“ (erscheint im Frühjahr 2018 bei „Edition Outbird“). Auch Christoph Liedtke, sein Hallenser Autorenkollege, wusste mit seiner substantiellen, pointierten Lyrik zu beeindrucken, nicht zuletzt in der später gemeinsam vorgetragenen rituellen Klangperformance, die sich auf mittels Packband erzeugten Loops aufbaute.

Für die Abrundung des Abends sorgte Stephan Kretzschmann mit Bluesrock-Einlagen, den weit mehr als nur würdigen Abschluss lieferte die Hallenser Post-Punk-Band „Klinke“, die einen unglaublich starken, eigenständigen Sound irgendwo zwischen „Black Mountain“ und „Savages“ in die mittlerweile zum rauschenden Abend voller guter Gespräche übergegangene Lesung einspeiste.

Wir freuen uns, Teil dieser hochkarätigen Veranstaltung alternativer Kultur gewesen zu sein und sagen: gerne wieder!

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Edition Outbird: Rückblicke und Aussichten

Wieder einmal blickt unsere „Edition Outbird“ mit den vergangenen Tagen auf einen kleinen Meilenstein zurück. Mit der Buchpremiere Frau Kopfs zu ihrer Neuerscheinung „Brachialromantik“ im Berliner „Cosmic Kaspar“ erlebten wir eine energiegeladene Lesung, wie sie in der Form selbst für uns ein Novum war. Einen Rückblick dazu finden Sie unter diesem Link, Einblicke in die Veranstaltung erhalten Sie unter diesem Link.

Darüber hinaus wird im Frühjahr Michael Schweßinger seine Italienstories bei uns veröffentlichen und mit ihm ein Kultautor, Weltreisender, Erzählkünstler und Skeptiker, der seinesgleichens sucht. Wir freuen uns über sein Willkommen und begrüßen ihn unter diesem Link.

Bildnachweis: Kaya / Barbara Bommel
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Buchmesse-Mitschnitt zur „Outbird-Lesenacht 2017“ online

Wenngleich die Verarbeitung vergleichsweise lange gedauert hat, freuen wir uns riesig über den nunmehr online stehenden Zusammenschnitt der „Outbird-Lesenacht“ anlässlich der Leipziger Buchmesse 2017 im Beyerhaus zu Leipzig, die gleichzeitiger Tourabschluss der „Sex & Drugs & LiteraTOUR“ war. Unser großes Dankeschön gilt neben den beteiligten Autoren und Musikern sowie dem heimlichen Sponsor „Bulbash“-Wodka zuvorderst Marcel Schreiter, dem Herz und Kopf von „Kirschbaum-Pictures„. Aber lassen wir doch das Video selber sprechen.

In diesem Zusammenhang verweisen wir einmal mehr auf unseren YouTube-Kanal unter diesem Link. Wir wünschen viel Vergnügen!
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Buchvorstellung „WortLand“ Galerie „Raum 16“ Leipzig | Ein Rückblick

Kein „Starkult“, keine Allüren – Ein Leseabend in Leipzig

Hauke von Grimm dürfte nicht zuletzt im Zusammenhang mit dem unlängst bei „Edition Outbird“ erschienenen Buch „Wortland“ ein Begriff sein und auch der Gast seiner Buchvorstellung Michael Schweßinger ist längst kein Unbekannter mehr. Beide feierten gestern in der Leipziger Galerie „Raum 16“ vor mehr als dreißig Gästen die Rückkehr Schweßingers aus Italien. Während Schweßinger zwischen seinem Textwerk recht deutlich über Jobs im Raubtierkapitalismus, miese Bezahlungen und Arbeitszeiten bar jeder Gesetzlichkeit sprach – sehr berührend zuweilen, sehr unterhaltsam andererseits – las von Grimm aus seinem neuen Buch vor.

Hauke von Grimm wählte seine Texte offenbar bewusst, wenn auch nicht wirklich abgesprochen, wie er zugab. „Michael Schweßinger und ich haben uns vorher nicht unterhalten, es gibt keine Struktur!“ sagte er zu Anfang des gut zweistündigen Programms. Das aber gab dem Abend keineswegs eine negative Note, im Gegenteil. Ob eine Passage über eine Paris-Reise oder die Odyssee durch ganz Europa wegen eines nur im Auto zur Ruhe zu bringenden Kleinkindes, das Thema Reisen war auch Hauke von Grimms Thema und so ergänzten sich beide Autoren wunderbar. Zwischen den jeweiligen Leseparts philosophierten die beiden über Arbeit, System und den Moment, in dem sie sich kennen lernten, werteten den Abgesang des legendären Leipziger Underground Verlages „Edition Paper One“ aus, dessen Niedergang sie begleiteten. Da schwang schon ein Stück Wehmut zwischen den Worten.

Als weiteren Gast holte sich von Grimm seinen Autorenkollegen von „Edition Outbird“, den Thüringer M. Kruppe, auf die Bühne, der in einem gut zehnminütigen Part Gedichte las, die nicht selten bukowskiesk scheinen, wennschon Kruppe diesen Vergleich nur mit einem Stirnrunzeln beantwortet. Er wolle nicht kopieren oder verglichen werden, äußerte er einst in einem Interview. Kurze Geschichten von Außenseitern und Abgehängten gab er zum Besten und ergänzte so das Programm auf seine Weise.

Ein runder Abend zwischen Unterhaltung, Witz und Tragik, Philosophie und Kritik am System. So könnte man die zwei Stunden beschreiben. Besonders zu erwähnen sind neben dem eigentlichen Aspekt, der Literatur auf der Bühne, auch die Gespräche, die vor und nach der Lesung bei Zigarette und Bier entstanden. Die Autoren und die Gäste auf einer Linie, auf Augenhöhe. Auswertungen und Bestätigungen, eigene Erlebnisse, die mit dem Gelesenen wieder in Erinnerung gerufen wurden. Und das ist es, was alle drei Autoren genossen und gelobt haben.

Wir dürfen gespannt sein, denn Hauke von Grimm, Michael Schweßinger und M. Kruppe hecken da etwas aus, so scheints. Und vielleicht hören wir schon im Dezember mehr von dem Trio.
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Sex & Drugs & LiteraTOUR 2017 | Ein Rückblick

Nach der (Sex & Drugs & Litera)Tour ist vor der Tour; was bleibt uns mehr, als mit den abschließenden Worten der beiden die soeben zu Ende gegangene Tour zu würdigen:

„Was soll man sagen? So kurz nach einer Tour ist es schwierig sich auf ein Gefühl zu einigen. Zu vieles geht einem noch durch den Kopf, durch Mark und Bein, durch’s Herz – ganz zu schweigen davon, was einem noch alles so durch den Magen geht – scheiße, war das ne heftige Tour!
Das Pendel von Gut und Böse schlug dabei mehrfach in alle Richtungen aus und ging später ganz verloren, sodass selbst wir nicht mehr genau wussten, was noch alles passieren würde. Von der melancholischen Wärme Wurzbachs zur emotionalen Sachbeschädigung Neustadts. In Pößneck dann ein spontaner Choral mit dem Publikum zu einer ebenso spontanen musikalischen Begleitung. Die Michael Schweßinger-Gedächtnistreppe in Dresden. In Gera das erste Mal, das wir dem Publikum zahlenmäßig überlegen waren. In Greiz dann Totalabsturz: ONE-MAN-STRIP-SHOW im Sitzen!!! Tanzabend mit Kissenschlacht. Später Survival-Nachtwanderung durch den Wald – ohne Bewusstsein. Die Alte Papierfabrik Greiz scheint immer gut für eine neue Story. Als Abschluss erneut Leipzig mit hervorragenden Gästen: Hauke von Grimm (unter anderem auch am Piano. Ein Mann so sympathisch wie vielseitig), Markus Böhme (unglaublich!!!) & Richard Röhnisch (UUUUUUUuuuuuuuunglaublich!) – mit denen es uns eine Ehre war, unser Tourfinale zu begehen.

Wir jedenfalls danken allen Menschen, die diese Tour zu einer wirklich, wirklich wunderbaren für uns haben werden lassen und freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen! Vielen Dank!

Benjamin Schmidt & M.Kruppe“

Wer sich über Kommendes auf dem Laufenden halten will, rufe bitte diesen Link auf, und wer etwas Geduld aufbringt, wird in absehbarer Zeit nicht zuletzt auf unserem YouTube-Kanal den ein oder anderen Mitschnitt zur und aus der Tour anschauen können.

Bildnachweis: Kaya
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Salonnacht Burg Ranis | Ein Rückblick

Wir blicken erfüllt und dankbar auf eine erfolgreiche Salonnacht auf Burg Ranis am vergangenen Samstag zurück, die sehr gut besucht war und das Publikum begeisterte. Den Auftakt machte die achtjährige Charlotte Frensen, die zwei Stücke am Klavier spielte und von Anfang an für Begeisterung sorgte. Anschließend faszinierte Abby Engel mit drei selbst komponierten Songs das Publikum. Die tiefgehende Stimme der sechzehnjährigen Gymnasiastin aus Pößneck sorgt bei all ihren Auftritten für eine melancholische Tragik, die sich in den Gesichtern des Publikums zeichnete. Geschlossene Augen, die genießen und Gesichter, die die Berührungspunkte des Innern durch Abbys Stimme nach außen tragen, waren zu sehen.

Den krönenden Abschluss spielte der „Paganini Pößnecks“, wie aus dem Publikum nach dem ersten Stück an der Geige zu hören war, Welat Gedik. Den Zuhörern stand das Staunen mit dem ersten Ton in Augen. Mit „Czardas“, einer traditionellen ungarischen Musik, „Gavotte“, einem historischen Gesellschaftstanz, und „Auf dem Markt in Marokko“ von der Komponistin Andrea Holzer Rhomberg erntete Welat teilweise frenetischen Applaus. Erst nach zwei Zugaben wurde der junge Virtuose vom Publikum entlassen.

Den zweiten Teil des Abends bestritt Moderator, Autor und Rezitator M. Kruppe aus Pößneck selbst. Ob Gedichte von Heinz Erhard oder Jim Morrison, Prosa von Charles Bukowski oder aus der eigenen Feder, Kruppe verstand es einmal mehr, das Publikum zu unterhalten. Begleitet vom Pößnecker Musiker Stephan „Recke“ Kretzschmann (Gitarre, Mundharmonika und Gesang) rundete dieser Teil den Abend gelungen ab.

Mit großem Zuspruch wurde nicht zuletzt von den Genießern unserer erlesenen Whiskys an diesem ersten Salonabend mit kulinarischer Begleitung unsere Auswahl an Reisbällchen verzehrt. Wir freuen uns bereits jetzt auf kommende Salonnächte, die wir mit voranschreitender Planung nicht zuletzt hier ankündigen werden. Dem begeisterten Publikum wie einmal mehr auch dem Projektmanager des Lese-Zeichen e. V. Ralf Schönfelder sprechen wir unseren herzlichen Dank aus – gerne bis bald!

„Outscapes“-Magazin beim Amphi-Festival

Wir dürfen uns an dieser Stelle nochmals aus- und eindrücklich bei Dr. Mark Benecke bedanken, der im Rahmen seines umfassenden Interviews nicht nur die wesentlich höhere Auflage unseres Magazins #4 sponserte, sondern mal eben auch 500 Exemplare am vergangenen Wochenende auf dem Kölner Amphi-Festival unter den 12.500 Besuchern verteilte.

Tausend Dank!

Bildnachweis: Ines Benecke