Neu erschienen: Edek Roses „Schwanenhalsbrücke“

Edek Rose ritzt und schreit, torkelt und speit die innere in die äußere Welt, während man hinter seiner Lyrik des Missbrauchs und Wegwerfens tiefe Verletzungen ebenso erahnen kann wie seine überaus hohe Wertschätzung für Liebe und menschliche Gemeinschaft. Wenn man seine Zeilen liest, wird man in die Kammern des Schreckens gezogen, entdeckt man Figuren und Neigungen, die alles andere alsglatt, glänzend und gesund sind.

Edek Rose lässt jenseits seiner tanzenden Sprache keinen Spielraum, macht keine Gefangenen. „Schwanenhalsbrücke“ ist schonungslos, dicht und überwältigend – alles andere würde an dieser Stelle den Überraschungsmoment abtragen…

M. Kruppe schreibt im Vorwort:

„… Nein, ich will Edek Rose nicht mit Klaus Kinski vergleichen. Aber die Werke scheinen ein gemeinsames Fundament zu haben. Irgendwo da unten, in diesem Schlamm, durch den manch einer kriecht, muss es etwas geben, das man mitnimmt an die Oberfläche. Und das dann raus will. Als sei der Körper des im Schlamm Gewesenen der Wirt einer geheimen Spezies, die sich selbst zu Sprache transformiert, metamorphisiert, um den Homo Sapiens etwas von der Dunkelheit zu erzählen, um zu zeigen, dass alles Empfinden, alles Fühlen und Denken einen Ursprung hat, miteinander verbunden, verknüpft ist und benannt werden muss. …“

M. Kruppes Vorwort finden Sie unter diesem Link, „Schwanenhalsbrücke“ ist in unserem Verlagsshop erhältlich.
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Neu erschienen: Fanziska Appels & Benjamin Schmidts „Fuck[dis]Ability“

Das ein oder andere Bücherherz wird es schon vernommen haben, dass es in unserem Verlagsprogramm einen neuen, hinsichtlich der Thematik auf dem Büchermarkt bislang stiefmütterlich vernachlässigten Titel gibt. Franziska Appel und Benjamin Schmidt arbeiteten in den letzten Monaten mit viel Herzblut an dem Erzählband „Fuck[dis]Ability„, der sich der sexuellen Erlebenswelt von Menschen mit Handicaps widmet. Frei von Tabus und Scheuklappen wird man als LeserIn rasch in eine Welt hineingezogen, die die Grenzen sexueller Normen auflöst und ganz nebenbei, neben den fesselnden Erzählungen und sensiblen Illustrationen, ein Wort für die sexuelle Selbstbestimmung behinderter Menschen wie auch der vielzitierten Inklusion spricht.

Das Vorwort für „Fuck[dis]Ability“ verfasste die Inklusionsbotschafterin, Autorin und Fernsehmoderatorin Jennifer Sonntag, die selbst, nicht zuletzt aufgrund ihres fehlenden Sehvermögens, seit vielen Jahren sehr engagiert für die Rechte von Menschen mit körperlichen oder seelischen Beeinträchtigungen eintritt.

Zitat:

„Ich erlebe die künstlerische Annäherung der beiden an die Thematik als hoch relevant, denn sie ist auch für mich ermutigend. Durch die beiden erfahre ich wertvolle Impulse zur selbstbestimmten Körperbildwahrnehmung und Erotikgestaltung von Menschen mit und ohne Behinderungen. Dabei betrachtete ich mich als alte Häsin auf diesem Gebiet. Seit nahezu zwanzig Jahren arbeite ich als selbst erblindete Sozialpädagogin mit blinden, sehbehinderten und ›anders‹ anderen Menschen.

[…]

„FuckDisAbility“ macht Einzigartiges und Eigenartiges spannungsvoll spür-, schmeck-, sicht-, erlausch- und erlebbar. Der Körper, der Geist, alles beginnt, sich neu zu verlieben, da ist diese Aufregung, etwas zu kosten, was sich jenseits abgedroschener Gewohnheiten entspinnt. Die Behinderung wird nicht als Einschränkung wahrgenommen sondern überhaupt erst als Möglichkeit betrachtet, einen Zugang zu echter erotischer Kreativität, tiefem Fallenlassen, wahrer Orgasmusfähigkeit zu schaffen. Viele vermeintlich freie Menschen erreichen das schwerlich, weil sie sich selbst nicht kennenlernen (müssen), keinen Weg der ehrlichen Kommunikation finden (müssen), keine echte Nähe aufbauen (müssen) und ihre inneren Lichtschalter nicht entdecken (müssen). Das Buch zeigt auf aufregende Art, was alles möglich ist und wer wir sein können, wenn der simple Weg mal nicht befahrbar ist. „Geht nicht“ gibt’s hier wirklich nicht.“

Jennifer Sonntags Vorwort finden Sie unter diesem Link, „Fuck[dis]Ability“ ist in unserem Verlagsshop erhältlich. Wir freuen uns über dieses neue, besondere Buch.
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Neu erschienen: Christopher Sappok „Bunker“

Wenn Sie auf abgefahrenes Zeug stehen, dürfte Ihnen dieses Buch gerade recht sein: Völlig aus der Norm fallende Lyrik kreuzt ihre Wege mit Tarrantino´s Flair der abgefuckten Siebziger; durchgeknallte Typen auf Droge, deren Trip irgendwann ordentlich an Fahrt gewinnt, scheren sich ein Nichts drum, dass das alles zwangsläufig ins Dunkel führen muss. Und noch dazu von einem Literaturwissenschaftler aufs Papier gebracht wurde. Braucht es da noch weitere Fragen? Wir denken nicht.

Hier geht es zu Christopher Sappoks Debüt „Bunker“ entlang.
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Herzlich willkommen: Seki Bray

Wir heißen die australische Künstlerin Seki Bray in unserem Verlag willkommen, die eines ihrer Werke der Covergestaltung von Edek Roses Anfang 2020 erscheinendem Lyrikdebüt „Schwanenhalsbrücke“ widmet. Seki Bray und Edek Rose haben sich gefunden, will man unweigerlich glauben. Sein Werk und ihre künstlerische Handschrift spannen gleichermaßen eine verstörende Schönheit über blutige Abgründe, pulsierende Wunden und skrupellose Grenzübertritte.

Vielen Dank und herzlich willkommen!
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Bildnachweis: Privat
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Neu erschienen: Klaus Märkert „Das Besondere kommt noch“

Wir freuen uns, Klaus Märkerts dieser Tage frisch erschienen Roman „Das Besondere kommt noch“ ankündigen zu können. In der ihm ureigenen trocken-morbiden Absurdität lässt sich Märkert Kapitel für Kapitel von musikalischen Hörstürzen inspirieren, ja vorantreiben. Oftmals scheinbar beiläufige Anekdoten münden so über Songs von Bands wie Alien Sex Fiend, Abwärts, Skinny Puppy oder Killing Joke in herrlich verstiegenen Lesestoff. Dreißig Kapitel entfalten über Fortsetzungen höchsten Unterhaltungswert, den man – man ahnt es – am besten zu Musik aus dem Dark Wave-Spektrum lesen sollte. Empfehlung (nicht nur) für die dunkle Jahreszeit!

Wer mehr über Klaus Märkert, seinen Weg zum Schreiben oder seinen neuen Roman „Das Besondere kommt noch“ erfahren möchte, dem sei unser „Outscapes“-Interview mit ihm wärmstens ans Herz gelegt.
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Herzlich willkommen: Franca Bartholomäi

Wir freuen uns, mit Franca Bartholomäi eine mehrfach preisgekrönte Künstlerin aus Halle / Saale in unserem Kollektiv begrüßen zu können. Franca Bartholomäi hat an der Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst und Design zu Halle, studiert und ist seit 2003 freischaffende Künstlerin mit einer Handschrift, die mit surrealen, obskuren, rätselhaften, bisweilen morbiden Elementen spielt. Für René Porschens Roman „Kokon“, der im Frühjahr 2020 erscheint, stellte sie das Werk „Kranz (Letzter Sommer)“ zur Verfügung.Vielen Dank und herzlich willkommen!

Bildnachweis: Privat
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Herzlich willkommen: René Porschen

René Porschen wird im 1. Quartal 2020 in der Edition Outbird mit „Kokon“ ein Buch veröffentlichen, das alle Genregrenzen ignoriert. Verspielt und verspult, reich an undenkbaren Details – in ihrer Andersartigkeit und in ihrer Unvorstellbarkeit -, wuselig und von dunkler Farbenfreude einer verstiegen-minimalistischen Anderswelt, reißt dieses Stück Literatur in seiner Sprachgewalt mit:

„Ganz unerfahren mit der Verantwortung, nun etwas sein zu müssen, überfordert, sucht das denkende Ding den Sinn des Lebens irgendwo zwischen herbstfeuchtem Laub und solipsistischen Tagträumereien. Noch weiß er nicht, dass das Schicksal auch mit ihm nichts größeres vorhat als mit all dem anderen Tand, der aus den Baumwipfeln stürzt und so kommt die kosmische Hybris doch kaum weiter als von einer Wurzelknolle zur anderen. Die Welt des Kokons ist nicht die unsere, das muss auch er bald erkennen, und so taumelt er immer tiefer in die labyrinthische Dekadenz somnambuler Aus- und Abschweifungen, schafft Utopien, wo die Welt ihm nur Abkehr bieten kann und vergeht schließlich so insgeheim, wie er entstanden ist.“

Wir bedanken uns ganz herzlich für die herrlich morbide und unfassbar passende Covergrafik, die die Hallenser Künstlerin Franca Bartholomäi zur Verfügung stellte.
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„Da mich Genregrenzen nicht interessieren ist für mich eine gute Geschichte vor allem eine gute Geschichte.“ – Christian von Aster im Kurzinterview

Christian von Aster, einer DER Namen in der deutschsprachigen Fantastikszene, gibt sich ein Stelldichein in Jena und Leipzig mit zwei besonderen Programmen zwischen Science Fiction und dem Grunde der Flasche. Wir kamen nicht umhin, ihm ein paar Fragen dazu zu stellen.

Hallo Christian. Am 07. 11. liest Du im Restaurant Bauersfeld (Ticketlink), was direkt im Gebäude des Jenaer Planetariums sitzt, Science Fiction-Stoffe. Was kann mensch sich unter Deiner bislang einmaligen Science Fiction-Lesung vorstellen? Was erwartet Deine Jenaer Gäste?

Da ich unter anderem zusammen mit Boris Koch zwei sehr gut besprochene Science Fiction Anthologien verfasst habe, ist die Lesung vor allem besonders. Aber nur fast einmalig. Zumal ich gerade im letzten Jahr in der Sternwarte in Suhl eine ähnliche Lesung zwischen Zukunft, Satire und Absonderlichkeit wagte.

Ist Science Fiction schon immer eines Deiner Lieblingsgenres gewesen oder lässt Du Dich als Freigeist immer auch auf die Orte ein, in denen Du liest?

Da mich Genregrenzen generell nicht interessieren ist für mich eine gute Geschichte vor allem eine gute Geschichte. Welchem Genre sie auch zuzurechnen sein mag. Bei einer Lesung aber die Orte mit einbeziehen zu können, wertet Geschichten immer noch ein wenig auf und gibt die Möglichkeit, eine weitere Ebene mit einzubauen. Wenn ich die Gelegenheit dazu habe, nehme ich die auch sehr gern wahr.

Tags darauf, am 8. 11., wirst Du in der Leipziger Beuteltier Art Galerie (Ticketlink) der sehr engagierten Galeristin Susanne Höhne zu erleben sein. Was wird die geneigten Gäste hier erwarten? Auch dieses Programm zählt ja nicht zu Deinen alltäglichen…

Vor allem alkoholaffine Texte zwischen Kunst, Schauder und Absinth. Eine auf jeden Fall ungewöhnliche Zusammenstellung, wie es sie vermutlich so kein zweites Mal geben wird. Zumal ich mir selbst noch nicht einmal ganz sicher bin, was ich alles lesen werde …

Du arbeitest ja schon eine ganze Weile mit Susanne Höhne zusammen. Was spricht aus Deiner Sicht für Sie und ihre Galerie? Was hat sie, was andere nicht haben?

Ihr Selbstverständnis als Galeristin. Dessen Fokus ein sehr eigener ist. Einerseits, weil Susanne die Kunst wirklich auf allen Ebenen in ihr Leben integriert und andererseits auch, weil sie explizit darauf achtet, dass die von ihr vertretene Kunst nicht nur elitär und auch für den kleineren Geldbeutel erschwinglich ist. Weshalb auch ich mich unter ihrer einfühlsamen Leitung schon mehr als einmal in ihrer Galerie bekunstete.

Wird es Büchertische und – für die geneigten Gäste – den ein oder anderen edlen Tropfen geben?

So weit ich weiß, wird es nebst eines raumgreifenden edeltröpfigen Angebotes auch eine opulente Büchertischlichkeit geben.

Lieber Christian, vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Tristan Rosenkranz.

Bildnachweis: Black Cat Net
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„Laut nordischer Mythologie macht Honigwein die, die ihn trinken, zu Dichtern.“ – Luci van Org im Kurzinterview

Luci van Org wird am kommenden Wochenende in der Tuchfabrik Gebr. Pfau zu Crimmitschau (01. 11. 2019 – Ticketlink) sowie der Theaterfabrik zu Gera (02. 11. 2019 – Ticketlink) mit zwei ganz unterschiedlichen Programmen zu erleben sein. Wir freuen uns auf diesen besonderen Gast und haben ihr ein paar Fragen dazu gestellt.

Mit „Göttersagen & edle Trünke“ legst Du in Crimmitschau ein Programm auf, dass von Deinen bisherigen Bühnenprogrammen abweicht. Was ist das Besondere an dem Abend?

Der Abend ist ein Querschnitt aus unterschiedlichen Buchausschnitten und Kurzgeschichten, die ich in den letzten Jahren geschrieben habe. In allen geht es um Getränke- was zum einen dazu führt, dass auch Texte dabei sind, die ich noch nie vor Publikum gelesen habe- und zum anderen die wunderbare Tatsache mit sich bringt, das zur Lesung passende, sehr feine Getränke gereicht werden.

Welche Verbindung hat Honigwein zum oftmals mystischen bzw. mythologischen Background Deiner Texte?

Laut nordischer Mythologie macht Honigwein, also Met, die, die ihn trinken, zu Dichtern. Insofern ist der Metgenuss allen, die etwas aus Worten erschaffen wollen, sehr zu empfehlen.

Und die Getränke kann man vor Ort genießen?

Nicht alle. Der Schluck aus der Quelle der Weisheit beispielsweise ist nicht so leicht zu beschaffen. Aber Met wird es ganz sicher geben- und feinste, thematisch passende Whiskys, deren maßvoller Genuss ganz sicher ebenfalls Weisheit verleiht.

In der Geraer Theaterfabrik wirst Du am Samstag aus dem unlängst in der „Edition Roter Drache“ erschienenen Roman „Vagina Dentata“ lesen, und der Name verrät schon einen speziellen Stoff. Worum geht es darin?

Vagina Dentata ist ein Fantasyroman mit Götterwelten, Flüchen und magischen Orten- in dem es aber nicht um einen heiligen Gral, sondern um Feminismus geht. Er ist – das ist mir ganz wichtig- aber NICHT männerfeindlich. Im Gegenteil! Feministisch ist er trotzdem. Und lustig. Behaupten zumindest viele…

Was hat Dich zu diesem Werk inspiriert? Und was ist das Besondere am Verlag „Edition Roter Drache„?

Inspiriert hat mich mein Alltag- und der Alltag meiner Mitmenschen. Patriarchat ist scheiße! Nicht nur für die Frauen, sondern für alle Menschen. Ich wünsche mir, dass wir es gemeinsam abschaffen und durch etwas Besseres ersetzen.

Edition Roter Drache ist die allerbeste und feinste Adresse für Fantasy aus Deutschland- hier wird dieses Genre nicht nur verlegt, sondern auch gelebt und vor allen geliebt. Noch dazu ist der Verlag auch ein Fachverlag für Literatur rund um das Thema Heidentum- und wird von wundervollen Menschen gemacht. Kurzum- Edition Roter Drache ist mein ganz persönlicher Verlag der Herzen.

Kann man bei beiden Veranstaltungen wieder Bücher von Dir erwerben und signieren lassen?

Na klar!

Luci, ich danke Dir für das Gespräch.

Das Interview führte Tristan Rosenkranz.

Bildnachweis: Axel Hildebrandt

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Herzlich willkommen: Christian Mahlow

Im zweiten Quartal 2020 wird mit Christian Mahlows Kurzroman „Die Walin“ ein kafkaesker Grenzgang zwischen unerfüllter Liebe, Schuldgefühlen und Selbsterkenntnis in der „Edition Outbird“ erscheinen. Christian Mahlow ist Dramaturg und war als Regisseur u. a. in die Realisierung von Bühnenstücken sowie des fesselnden Kurzfilmes „Die Couch“ involviert. Wir freuen uns sehr über diesen Zuwachs in unserer AutorInnenschaft und sind gespannt auf die Realisierung seines Debüts in unserem Verlag.

Herzlich willkommen, lieber Christian!

Bildnachweis: Andac Karabeyoglu
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