Herzlich willkommen im Verlagspraktikum: Vanessa-Marie Starker

Wir freuen uns über tatkräftige Unterstützung in unserem Verlagsteam und dürfen mit Vanessa-Marie Starker an dieser Stelle die erste unserer beiden derzeitigen Praktikantinnen vorstellen.

1997 in Erfurt geboren, entschloss sie sich nach einigen Irrfahrten dazu, Hobby und Leidenschaft zur Berufung zu machen und begann ein Literaturstudium an der Universität Erfurt, welches sie im Sommer 2020 mit dem Bachelor abschließen wird. Der Master soll folgen – ebenfalls in Erfurt. Nebenbei arbeitet sie seit 2019 als freiberufliche Lektorin. Neben der Literatur ist Musik ein weiteres ihrer Hobbys, sie spielt Klavier und Gitarre.
In Literatur und Musik interessieren sie vordergründig die gefühlvollen Dinge, die die Seele und die Abgründe des menschlichen Seins illustrieren, gerne auch mit düster-romantischen Zügen. Auch in ihren eigenen Geschichten und Gedichten thematisiert sie überwiegend eben diese Abgründe – manchmal rein fiktiv, manchmal mit autobiographischen Zügen. Unter dem Motto „I’m just a lonelyThought wandering through time and space, people always will forget and never will remember – that’s life.“ veröffentlicht sie in unregelmäßigen Abständen als lonelyThought einen Teil ihrer Geschichten und Gedichte.

Vanessa-Marie wird uns vom 24. 02. bis zum 03. 04. 2020 begleiten und durch ihre Arbeit bereichern. Sie wirkte unter anderem bereits am Lektorat zu René Porschens Anfang April erscheinenden Roman „Kokon“ mit.
__

Bildnachweis: Privat
_____________________________________________________________________________________

Neu Erschienen: Dirk-Boris Rödels „Liber Thanatamor“

Frisch aus der Druckerei eingegangen und bereits in der Auslieferung, freuen wir uns mit Dirk-Boris Rödels magischer Geschichtensammlung „Liber Thanatamor“ über den 31. Titel in unserem Verlag. Das wunderschöne Cover wie auch das Vorwort stammen aus Holger Muchs Feder, der Erzählband beinhaltet 17 Geschichten, die sich zwischen Liebe und Tod, Magie und Hexerei, seltsamen Wesen aus der Anderswelt und packenden Wendungen bewegen.

Dirk-Boris Rödel signiert das Buch auf Wunsch – und ausschließlich – in thebanischer Schrift, auch Hexen- oder Engelsschrift genannt, und jedes der direkt bei ihm bestellten Exemplare bekommt zudem einen (von ihm selbst angefertigten) Stempelabdruck mit dem “E Pluribus Unum“, dem magischen Symbol des Buchcovers. InteressentInnen möchten sich bei Direktbestellung unter der Mailadresse runokarl[at]web.de mit ihm in Verbindung setzen, selbstverständlich ist das Buch aber bei allen üblichen Anbietern sowie in unserem Verlagsshop erhältlich.
__

Bildnachweis: Edition Outbird / Dirk-Boris Rödel
_____________________________________________________________________________________

Herzlich willkommen: Manuela Staschke-Sautter

Im zweiten Halbjahr 2020 veröffentlicht die in Hamburg lebende Autorin Manuela Staschke-Sautter mit „Grenzverluste“ eine Sammlung von Miniaturen und Erzählungen, die sich aus ganz unterschiedlichen Perspektiven menschlichen Krisen und psychischen Ausnahmesituationen widmet:

„Wie fühlt es sich an, wenn eine Krise naht? Wie kann man leben in psychischen Ausnahmesituationen? Ein bisschen aus der Spur, das sind die in diesem Erzählband auftauchenden ProtagonistInnen. Aus verschiedenen Perspektiven werden Menschen beschrieben, die eine psychiatrische Diagnose haben oder haben könnten. Die Erzählungen zeigen ein Kaleidoskop an psychischen Störungen, wie Psychosen, Depression, bipolare Störung, Borderline-Störung, Binge-Eating und vieles mehr. Dabei liegt der Fokus auf den Ausnahmesituationen, und wie die ProtagonistInnen damit umgehen. Es gibt Geschichten, die handeln von der Wiedereroberung eines weitgehend „normalen“ Lebens, dem glücklichen Ende einer schweren Phase. Und es gibt Geschichten, die zeigen den Verlust, den Schmerz, die Abgabe der Kontrolle, ob an eine Substanz wie bei einer Sucht, oder aber an eine Institution wie die Psychiatrie.“

Nein, dieses Buch verspricht kein Happy End, aber es lenkt den Blick unserer, ihrer, LeserInnen auf diese Ausnahmesituationen, auf das Gefühl jener Menschen, die diesen ausgesetzt sind. „Grenzverluste“ erweitert somit unser Verlagsprogramm, welches sich immer wieder auch literarischen Schlaglichtern psychischer „Randfiguren“ wie auch inklusiven Lebensentwürfen widmet, um einen wichtigen literarischen Sensibilisierungsbeitrag. Herzlich willkommen, Manuela Staschke-Sautter!

Bildnachweis: Studio Anhalt
_____________________________________________________________________________________

Neu erschienen: Edek Roses „Schwanenhalsbrücke“

Edek Rose ritzt und schreit, torkelt und speit die innere in die äußere Welt, während man hinter seiner Lyrik des Missbrauchs und Wegwerfens tiefe Verletzungen ebenso erahnen kann wie seine überaus hohe Wertschätzung für Liebe und menschliche Gemeinschaft. Wenn man seine Zeilen liest, wird man in die Kammern des Schreckens gezogen, entdeckt man Figuren und Neigungen, die alles andere alsglatt, glänzend und gesund sind.

Edek Rose lässt jenseits seiner tanzenden Sprache keinen Spielraum, macht keine Gefangenen. „Schwanenhalsbrücke“ ist schonungslos, dicht und überwältigend – alles andere würde an dieser Stelle den Überraschungsmoment abtragen…

M. Kruppe schreibt im Vorwort:

„… Nein, ich will Edek Rose nicht mit Klaus Kinski vergleichen. Aber die Werke scheinen ein gemeinsames Fundament zu haben. Irgendwo da unten, in diesem Schlamm, durch den manch einer kriecht, muss es etwas geben, das man mitnimmt an die Oberfläche. Und das dann raus will. Als sei der Körper des im Schlamm Gewesenen der Wirt einer geheimen Spezies, die sich selbst zu Sprache transformiert, metamorphisiert, um den Homo Sapiens etwas von der Dunkelheit zu erzählen, um zu zeigen, dass alles Empfinden, alles Fühlen und Denken einen Ursprung hat, miteinander verbunden, verknüpft ist und benannt werden muss. …“

M. Kruppes Vorwort finden Sie unter diesem Link, „Schwanenhalsbrücke“ ist in unserem Verlagsshop erhältlich.
_____________________________________________________________________________________

Neu erschienen: Fanziska Appels & Benjamin Schmidts „Fuck[dis]Ability“

Das ein oder andere Bücherherz wird es schon vernommen haben, dass es in unserem Verlagsprogramm einen neuen, hinsichtlich der Thematik auf dem Büchermarkt bislang stiefmütterlich vernachlässigten Titel gibt. Franziska Appel und Benjamin Schmidt arbeiteten in den letzten Monaten mit viel Herzblut an dem Erzählband „Fuck[dis]Ability„, der sich der sexuellen Erlebenswelt von Menschen mit Handicaps widmet. Frei von Tabus und Scheuklappen wird man als LeserIn rasch in eine Welt hineingezogen, die die Grenzen sexueller Normen auflöst und ganz nebenbei, neben den fesselnden Erzählungen und sensiblen Illustrationen, ein Wort für die sexuelle Selbstbestimmung behinderter Menschen wie auch der vielzitierten Inklusion spricht.

Das Vorwort für „Fuck[dis]Ability“ verfasste die Inklusionsbotschafterin, Autorin und Fernsehmoderatorin Jennifer Sonntag, die selbst, nicht zuletzt aufgrund ihres fehlenden Sehvermögens, seit vielen Jahren sehr engagiert für die Rechte von Menschen mit körperlichen oder seelischen Beeinträchtigungen eintritt.

Zitat:

„Ich erlebe die künstlerische Annäherung der beiden an die Thematik als hoch relevant, denn sie ist auch für mich ermutigend. Durch die beiden erfahre ich wertvolle Impulse zur selbstbestimmten Körperbildwahrnehmung und Erotikgestaltung von Menschen mit und ohne Behinderungen. Dabei betrachtete ich mich als alte Häsin auf diesem Gebiet. Seit nahezu zwanzig Jahren arbeite ich als selbst erblindete Sozialpädagogin mit blinden, sehbehinderten und ›anders‹ anderen Menschen.

[…]

„FuckDisAbility“ macht Einzigartiges und Eigenartiges spannungsvoll spür-, schmeck-, sicht-, erlausch- und erlebbar. Der Körper, der Geist, alles beginnt, sich neu zu verlieben, da ist diese Aufregung, etwas zu kosten, was sich jenseits abgedroschener Gewohnheiten entspinnt. Die Behinderung wird nicht als Einschränkung wahrgenommen sondern überhaupt erst als Möglichkeit betrachtet, einen Zugang zu echter erotischer Kreativität, tiefem Fallenlassen, wahrer Orgasmusfähigkeit zu schaffen. Viele vermeintlich freie Menschen erreichen das schwerlich, weil sie sich selbst nicht kennenlernen (müssen), keinen Weg der ehrlichen Kommunikation finden (müssen), keine echte Nähe aufbauen (müssen) und ihre inneren Lichtschalter nicht entdecken (müssen). Das Buch zeigt auf aufregende Art, was alles möglich ist und wer wir sein können, wenn der simple Weg mal nicht befahrbar ist. „Geht nicht“ gibt’s hier wirklich nicht.“

Jennifer Sonntags Vorwort finden Sie unter diesem Link, „Fuck[dis]Ability“ ist in unserem Verlagsshop erhältlich. Wir freuen uns über dieses neue, besondere Buch.
_____________________________________________________________________________________

 

Neu erschienen: Christopher Sappok „Bunker“

Wenn Sie auf abgefahrenes Zeug stehen, dürfte Ihnen dieses Buch gerade recht sein: Völlig aus der Norm fallende Lyrik kreuzt ihre Wege mit Tarrantino´s Flair der abgefuckten Siebziger; durchgeknallte Typen auf Droge, deren Trip irgendwann ordentlich an Fahrt gewinnt, scheren sich ein Nichts drum, dass das alles zwangsläufig ins Dunkel führen muss. Und noch dazu von einem Literaturwissenschaftler aufs Papier gebracht wurde. Braucht es da noch weitere Fragen? Wir denken nicht.

Hier geht es zu Christopher Sappoks Debüt „Bunker“ entlang.
_____________________________________________________________________________________

Herzlich willkommen: Seki Bray

Wir heißen die australische Künstlerin Seki Bray in unserem Verlag willkommen, die eines ihrer Werke der Covergestaltung von Edek Roses Anfang 2020 erscheinendem Lyrikdebüt „Schwanenhalsbrücke“ widmet. Seki Bray und Edek Rose haben sich gefunden, will man unweigerlich glauben. Sein Werk und ihre künstlerische Handschrift spannen gleichermaßen eine verstörende Schönheit über blutige Abgründe, pulsierende Wunden und skrupellose Grenzübertritte.

Vielen Dank und herzlich willkommen!
_____________________________________________________________________________________

Bildnachweis: Privat
_____________________________________________________________________________________

Neu erschienen: Klaus Märkert „Das Besondere kommt noch“

Wir freuen uns, Klaus Märkerts dieser Tage frisch erschienen Roman „Das Besondere kommt noch“ ankündigen zu können. In der ihm ureigenen trocken-morbiden Absurdität lässt sich Märkert Kapitel für Kapitel von musikalischen Hörstürzen inspirieren, ja vorantreiben. Oftmals scheinbar beiläufige Anekdoten münden so über Songs von Bands wie Alien Sex Fiend, Abwärts, Skinny Puppy oder Killing Joke in herrlich verstiegenen Lesestoff. Dreißig Kapitel entfalten über Fortsetzungen höchsten Unterhaltungswert, den man – man ahnt es – am besten zu Musik aus dem Dark Wave-Spektrum lesen sollte. Empfehlung (nicht nur) für die dunkle Jahreszeit!

Wer mehr über Klaus Märkert, seinen Weg zum Schreiben oder seinen neuen Roman „Das Besondere kommt noch“ erfahren möchte, dem sei unser „Outscapes“-Interview mit ihm wärmstens ans Herz gelegt.
_____________________________________________________________________________________

Herzlich willkommen: Franca Bartholomäi

Wir freuen uns, mit Franca Bartholomäi eine mehrfach preisgekrönte Künstlerin aus Halle / Saale in unserem Kollektiv begrüßen zu können. Franca Bartholomäi hat an der Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst und Design zu Halle, studiert und ist seit 2003 freischaffende Künstlerin mit einer Handschrift, die mit surrealen, obskuren, rätselhaften, bisweilen morbiden Elementen spielt. Für René Porschens Roman „Kokon“, der im Frühjahr 2020 erscheint, stellte sie das Werk „Kranz (Letzter Sommer)“ zur Verfügung.Vielen Dank und herzlich willkommen!

Bildnachweis: Privat
_____________________________________________________________________________________

Herzlich willkommen: René Porschen

René Porschen wird im 1. Quartal 2020 in der Edition Outbird mit „Kokon“ ein Buch veröffentlichen, das alle Genregrenzen ignoriert. Verspielt und verspult, reich an undenkbaren Details – in ihrer Andersartigkeit und in ihrer Unvorstellbarkeit -, wuselig und von dunkler Farbenfreude einer verstiegen-minimalistischen Anderswelt, reißt dieses Stück Literatur in seiner Sprachgewalt mit:

„Ganz unerfahren mit der Verantwortung, nun etwas sein zu müssen, überfordert, sucht das denkende Ding den Sinn des Lebens irgendwo zwischen herbstfeuchtem Laub und solipsistischen Tagträumereien. Noch weiß er nicht, dass das Schicksal auch mit ihm nichts größeres vorhat als mit all dem anderen Tand, der aus den Baumwipfeln stürzt und so kommt die kosmische Hybris doch kaum weiter als von einer Wurzelknolle zur anderen. Die Welt des Kokons ist nicht die unsere, das muss auch er bald erkennen, und so taumelt er immer tiefer in die labyrinthische Dekadenz somnambuler Aus- und Abschweifungen, schafft Utopien, wo die Welt ihm nur Abkehr bieten kann und vergeht schließlich so insgeheim, wie er entstanden ist.“

Wir bedanken uns ganz herzlich für die herrlich morbide und unfassbar passende Covergrafik, die die Hallenser Künstlerin Franca Bartholomäi zur Verfügung stellte.
_____________________________________________________________________________________