Edition Outbird zur Leipziger Buchmesse 2020

Unsere Edition Outbird wird sich zur Leipziger Buchmesse einmal mehr sowohl auf dem Kooperationsstand mit dem Telescope Verlag als auch mit einem handverlesenen Literarischen sowie Rahmenprogramm präsentieren. Besuchen Sie uns am Stand und zu unseren Lesungen, entdecken Sie unsere Verlagsphilosophie, spannenden Bücher und Genusskultur, lernen Sie AutorInnen von uns kennen, lassen Sie uns einander kennenlernen – wir freuen uns auf Sie!


Unser Lesungs- und Literarisches Salonprogramm:

Unser Messestand:

G413 / Halle 5 (beim Telescope-Verlag)

Lesungen Buchmesse / Neue Messe Leipzig / Halle 5, Literaturforum:

14. 03. 2019 / 13.00 Uhr: „Fantastische Welten“: Susanne Agnes Fauser und Pia Lüddecke lesen aus „Lilian“ und „Geister

15. 03. 2019 / 15.30 Uhr: Mona Krassu liest aus ihrem Roman „Freitagsfische

Literarischer Salon in der Kunstgalerie Raum 16 / Windscheidstraße 51 / 04277 Leipzig:

Teil I | 19.30 Uhr:

M. Kruppe und Edek Rose lesen aus ihren Neuerscheinungen „Seltsame Begegnungen“ und „Schwanenhalsbrücke“

M.Kruppe hat es wieder getan. Mit seinem neuen Gedichtband „Seltsame Begegnungen“ präsentiert der Thüringer Autor und Rezitator ein weiteres Sammelsurium aus schrägen Gestalten, die die Ränder der Gesellschaft tangieren, seziert vermeintlich alltägliche Situationen und legiert seine Beobachtungsgabe mit zuweilen deutlicher Kritik am Konstrukt Gesellschaft. Edek Rose hingegen taucht in blutige Abgründe und pulsierende Wunden ab, um eine lähmende Schreckenswelt in ihrer dunkelsten Schönheit in sprachliche Unfassbarkeiten zu packen.

Teil II | 20.00 Uhr:

Benjamin Schmidt & Franziska Appel lesen aus „Fuck[dis]Ability

Schönheit, Sinnlichkeit und Sexualität erleben. Behinderte Menschen bilden da keine Ausnahme. Kein Körper funktioniert wie der andere, alle lieben nach ihren eigenen Vorlieben, reagieren auf unterschiedliche Reize in unzählbar einzigartigen Momenten. Guter Sex findet im Kopf statt und geht weit über das leider viel zu oft propagierte „Rein-Raus-Spiel“ hinaus. Benjamin Schmidt & Franziska Appel lesen aus ihren Kurzgeschichten und gestalten ganz nebenbei Rollenmuster erfrischend um. Verspielt und facettenreich, mal abenteuerlich, mal alltäglich, mal romantisch, oft auch lustig und manchmal geht es ganz schön heftig zur Sache.

Teil III | 21.00 Uhr:

Lesung & Talk mit Klaus Märkert und Michael Schweßinger („Das Besondere kommt noch„, „In Buxtehude ist noch Platz„)

Klaus Märkert und Michael Schweßinger, die beiden begnadeten Erzähler und literarischen Granden unserer „Edition Outbird“, werden einmal mehr, beinahe schon traditionell, den dritten und letzten Teil des Salonabends gestalten. Sie werden aus ihren aktuellen Büchern zwischen morbidem Irrwitz, Alltagsabgründen, Tresenweisheiten und der ein oder anderen Draufgabe an gelebter Lebensphilosophie mit hoher Sicherheit einmal mehr ihre Gäste spannungsreich zum Lachen und Nachdenken bringen.

Rahmenprogramm:

In der Galerie werden Werke aus „Fuck[dis]Ability“ von Franziska Appel zu sehen sein. Zur Veranstaltung gibt es an unserer Bar wieder internationale Whiskys, Drinks sowie unser Verlagsprogramm.
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Tickets für den Literarischen Salon:

Für 7,50€ bitte unter diesem Link bestellen, für 12€ (Verlagsförderticket) bitte unter diesem Link bestellen.
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Herzlich willkommen: Manuela Staschke-Sautter

Im zweiten Halbjahr 2020 veröffentlicht die in Hamburg lebende Autorin Manuela Staschke-Sautter mit „Grenzverluste“ eine Sammlung von Miniaturen und Erzählungen, die sich aus ganz unterschiedlichen Perspektiven menschlichen Krisen und psychischen Ausnahmesituationen widmet:

„Wie fühlt es sich an, wenn eine Krise naht? Wie kann man leben in psychischen Ausnahmesituationen? Ein bisschen aus der Spur, das sind die in diesem Erzählband auftauchenden ProtagonistInnen. Aus verschiedenen Perspektiven werden Menschen beschrieben, die eine psychiatrische Diagnose haben oder haben könnten. Die Erzählungen zeigen ein Kaleidoskop an psychischen Störungen, wie Psychosen, Depression, bipolare Störung, Borderline-Störung, Binge-Eating und vieles mehr. Dabei liegt der Fokus auf den Ausnahmesituationen, und wie die ProtagonistInnen damit umgehen. Es gibt Geschichten, die handeln von der Wiedereroberung eines weitgehend „normalen“ Lebens, dem glücklichen Ende einer schweren Phase. Und es gibt Geschichten, die zeigen den Verlust, den Schmerz, die Abgabe der Kontrolle, ob an eine Substanz wie bei einer Sucht, oder aber an eine Institution wie die Psychiatrie.“

Nein, dieses Buch verspricht kein Happy End, aber es lenkt den Blick unserer, ihrer, LeserInnen auf diese Ausnahmesituationen, auf das Gefühl jener Menschen, die diesen ausgesetzt sind. „Grenzverluste“ erweitert somit unser Verlagsprogramm, welches sich immer wieder auch literarischen Schlaglichtern psychischer „Randfiguren“ wie auch inklusiven Lebensentwürfen widmet, um einen wichtigen literarischen Sensibilisierungsbeitrag. Herzlich willkommen, Manuela Staschke-Sautter!

Bildnachweis: Studio Anhalt
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Herzlich willkommen: Oliver Teetz

Oliver Teetz ist ein jahrelang schier rastloser und letztlich in Leipzig angekommener Autor, der in seinen Geschichten die Außengrenzen unserer Gesellschaft ausleuchtet. Subkulturen, Randfiguren, Gescheiterte und Querköpfe bebildern seine manchmal liebevolle, manchmal rotzige Detailverliebtheit, die bald wieder ins schnoddrig Nachlässige gerinnt.. „Sein Schreiben schöpft die Kraft aus der Straße und sucht in den Worten nach den Seelen ihrer Bewohner“ schreibt der gelernte Buchhändler über sich selbst und wer seine Storys liest, wird ihm zustimmen.

Teetz sammelte viele seiner Beobachtungen und Erfahrungen in seinem Engagement für Geflüchtete und gegen Polizeigewalt, er beteiligt(e) sich an Theater- und Kurzfilmproduktionen, Podiumsdiskussionen wie als Mitherausgeber auch am Underground-Literaturmagazin „Fettliebe“.

Im ersten Halbjahr 2020 wird sein Erzählband „Sirenengesänge“ in der „Edition Outbird“ erscheinen. Wir freuen uns über diesen Zuwachs in unserem AutorInnenkollektiv und heißen Oliver Teetz herzlich willkommen!

Bildnachweis: Privat
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Neu erschienen: Edek Roses „Schwanenhalsbrücke“

Edek Rose ritzt und schreit, torkelt und speit die innere in die äußere Welt, während man hinter seiner Lyrik des Missbrauchs und Wegwerfens tiefe Verletzungen ebenso erahnen kann wie seine überaus hohe Wertschätzung für Liebe und menschliche Gemeinschaft. Wenn man seine Zeilen liest, wird man in die Kammern des Schreckens gezogen, entdeckt man Figuren und Neigungen, die alles andere alsglatt, glänzend und gesund sind.

Edek Rose lässt jenseits seiner tanzenden Sprache keinen Spielraum, macht keine Gefangenen. „Schwanenhalsbrücke“ ist schonungslos, dicht und überwältigend – alles andere würde an dieser Stelle den Überraschungsmoment abtragen…

M. Kruppe schreibt im Vorwort:

„… Nein, ich will Edek Rose nicht mit Klaus Kinski vergleichen. Aber die Werke scheinen ein gemeinsames Fundament zu haben. Irgendwo da unten, in diesem Schlamm, durch den manch einer kriecht, muss es etwas geben, das man mitnimmt an die Oberfläche. Und das dann raus will. Als sei der Körper des im Schlamm Gewesenen der Wirt einer geheimen Spezies, die sich selbst zu Sprache transformiert, metamorphisiert, um den Homo Sapiens etwas von der Dunkelheit zu erzählen, um zu zeigen, dass alles Empfinden, alles Fühlen und Denken einen Ursprung hat, miteinander verbunden, verknüpft ist und benannt werden muss. …“

M. Kruppes Vorwort finden Sie unter diesem Link, „Schwanenhalsbrücke“ ist in unserem Verlagsshop erhältlich.
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Neu erschienen: Fanziska Appels & Benjamin Schmidts „Fuck[dis]Ability“

Das ein oder andere Bücherherz wird es schon vernommen haben, dass es in unserem Verlagsprogramm einen neuen, hinsichtlich der Thematik auf dem Büchermarkt bislang stiefmütterlich vernachlässigten Titel gibt. Franziska Appel und Benjamin Schmidt arbeiteten in den letzten Monaten mit viel Herzblut an dem Erzählband „Fuck[dis]Ability„, der sich der sexuellen Erlebenswelt von Menschen mit Handicaps widmet. Frei von Tabus und Scheuklappen wird man als LeserIn rasch in eine Welt hineingezogen, die die Grenzen sexueller Normen auflöst und ganz nebenbei, neben den fesselnden Erzählungen und sensiblen Illustrationen, ein Wort für die sexuelle Selbstbestimmung behinderter Menschen wie auch der vielzitierten Inklusion spricht.

Das Vorwort für „Fuck[dis]Ability“ verfasste die Inklusionsbotschafterin, Autorin und Fernsehmoderatorin Jennifer Sonntag, die selbst, nicht zuletzt aufgrund ihres fehlenden Sehvermögens, seit vielen Jahren sehr engagiert für die Rechte von Menschen mit körperlichen oder seelischen Beeinträchtigungen eintritt.

Zitat:

„Ich erlebe die künstlerische Annäherung der beiden an die Thematik als hoch relevant, denn sie ist auch für mich ermutigend. Durch die beiden erfahre ich wertvolle Impulse zur selbstbestimmten Körperbildwahrnehmung und Erotikgestaltung von Menschen mit und ohne Behinderungen. Dabei betrachtete ich mich als alte Häsin auf diesem Gebiet. Seit nahezu zwanzig Jahren arbeite ich als selbst erblindete Sozialpädagogin mit blinden, sehbehinderten und ›anders‹ anderen Menschen.

[…]

„FuckDisAbility“ macht Einzigartiges und Eigenartiges spannungsvoll spür-, schmeck-, sicht-, erlausch- und erlebbar. Der Körper, der Geist, alles beginnt, sich neu zu verlieben, da ist diese Aufregung, etwas zu kosten, was sich jenseits abgedroschener Gewohnheiten entspinnt. Die Behinderung wird nicht als Einschränkung wahrgenommen sondern überhaupt erst als Möglichkeit betrachtet, einen Zugang zu echter erotischer Kreativität, tiefem Fallenlassen, wahrer Orgasmusfähigkeit zu schaffen. Viele vermeintlich freie Menschen erreichen das schwerlich, weil sie sich selbst nicht kennenlernen (müssen), keinen Weg der ehrlichen Kommunikation finden (müssen), keine echte Nähe aufbauen (müssen) und ihre inneren Lichtschalter nicht entdecken (müssen). Das Buch zeigt auf aufregende Art, was alles möglich ist und wer wir sein können, wenn der simple Weg mal nicht befahrbar ist. „Geht nicht“ gibt’s hier wirklich nicht.“

Jennifer Sonntags Vorwort finden Sie unter diesem Link, „Fuck[dis]Ability“ ist in unserem Verlagsshop erhältlich. Wir freuen uns über dieses neue, besondere Buch.
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Neu erschienen: Christopher Sappok „Bunker“

Wenn Sie auf abgefahrenes Zeug stehen, dürfte Ihnen dieses Buch gerade recht sein: Völlig aus der Norm fallende Lyrik kreuzt ihre Wege mit Tarrantino´s Flair der abgefuckten Siebziger; durchgeknallte Typen auf Droge, deren Trip irgendwann ordentlich an Fahrt gewinnt, scheren sich ein Nichts drum, dass das alles zwangsläufig ins Dunkel führen muss. Und noch dazu von einem Literaturwissenschaftler aufs Papier gebracht wurde. Braucht es da noch weitere Fragen? Wir denken nicht.

Hier geht es zu Christopher Sappoks Debüt „Bunker“ entlang.
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Herzlich willkommen: Seki Bray

Wir heißen die australische Künstlerin Seki Bray in unserem Verlag willkommen, die eines ihrer Werke der Covergestaltung von Edek Roses Anfang 2020 erscheinendem Lyrikdebüt „Schwanenhalsbrücke“ widmet. Seki Bray und Edek Rose haben sich gefunden, will man unweigerlich glauben. Sein Werk und ihre künstlerische Handschrift spannen gleichermaßen eine verstörende Schönheit über blutige Abgründe, pulsierende Wunden und skrupellose Grenzübertritte.

Vielen Dank und herzlich willkommen!
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Bildnachweis: Privat
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Neu erschienen: Klaus Märkert „Das Besondere kommt noch“

Wir freuen uns, Klaus Märkerts dieser Tage frisch erschienen Roman „Das Besondere kommt noch“ ankündigen zu können. In der ihm ureigenen trocken-morbiden Absurdität lässt sich Märkert Kapitel für Kapitel von musikalischen Hörstürzen inspirieren, ja vorantreiben. Oftmals scheinbar beiläufige Anekdoten münden so über Songs von Bands wie Alien Sex Fiend, Abwärts, Skinny Puppy oder Killing Joke in herrlich verstiegenen Lesestoff. Dreißig Kapitel entfalten über Fortsetzungen höchsten Unterhaltungswert, den man – man ahnt es – am besten zu Musik aus dem Dark Wave-Spektrum lesen sollte. Empfehlung (nicht nur) für die dunkle Jahreszeit!

Wer mehr über Klaus Märkert, seinen Weg zum Schreiben oder seinen neuen Roman „Das Besondere kommt noch“ erfahren möchte, dem sei unser „Outscapes“-Interview mit ihm wärmstens ans Herz gelegt.
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Herzlich willkommen: Franca Bartholomäi

Wir freuen uns, mit Franca Bartholomäi eine mehrfach preisgekrönte Künstlerin aus Halle / Saale in unserem Kollektiv begrüßen zu können. Franca Bartholomäi hat an der Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst und Design zu Halle, studiert und ist seit 2003 freischaffende Künstlerin mit einer Handschrift, die mit surrealen, obskuren, rätselhaften, bisweilen morbiden Elementen spielt. Für René Porschens Roman „Kokon“, der im Frühjahr 2020 erscheint, stellte sie das Werk „Kranz (Letzter Sommer)“ zur Verfügung.Vielen Dank und herzlich willkommen!

Bildnachweis: Privat
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Herzlich willkommen: Lars Hannig

Mit Lars Hannig begrüßen wir einen weiteren Autoren aus dem Ruhrpott in unserem Kollektiv, der 2020 mit „Die phantastischen Fälle des Robert Fuchs“ ein Romandebüt veröffentlicht, dass in der Tradition von Edgar Allan Poe und H. G. Wells steht und in der Welt des Steampunk beheimatet ist.

Hannig verknüpft sieben Kriminalfälle zu einer Romanhandlung: Der Ermittler Robert Fuchs bricht mit seinem Schützling Emil in einem alternativen 20. Jahrhundert des Kontinenten Vernia auf, um die Naturgesetze hinter dem vermeintlich Übernatürlichen zu entschlüsseln. Immer wieder aber entpuppen sich die Fälle als tatsächlich übernatürlich; und während sich Fuchs der Existenz von Monstern, Geistern und Magie stellen und sein bisheriges Weltbild aufgeben muss, erwarten zudem auch noch seine Klienten bodenständige Erklärungen, bevor sie zahlen.

Hannig ist seit jeher von einem fantastischen Entdeckergeist beseelt: Bereits in jungen Jahren entwarf er kuriose Apparaturen und Videospiele, zunehmend aber auch fantastische Geschichten, die bereits in Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht wurden. Wir freuen uns über diesen Neuzugang in unserem Verlag und heißen Lars Hannig herzlich willkommen!

In diesem Zusammenhang dürfen wir noch einmal daran erinnern, dass wir uns auch über ein Plus an mitreißenden und fesselnden Manuskripten seitens der Damenwelt sehr freuen würden.

Bildnachweis: Natascha Herkt
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