Herzlich willkommen: Lisa Swietek

Lisa Swietek ist Juristin im Justizvollzug und leitet seit 2018 den Literaturkreis der Sicherungsverwahrung der JVA Werl. Als solche wird sie bei uns im 2. Quartal 2020 die Anthologie „Geschichten aus einer anderen Welt“ veröffentlichen, die Texte aus einer anderen Perspektive – dem Maßregelvollzug, einer Unterbringungsform, die sich an den Strafvollzug anschließt, enthält. Diese knüpft an die bei uns von Corina Gutmann bereits veröffentlichte Anthologie „Kopfkino“ an. Wir sind gespannt auf die Arbeiten aus diesem Spannungsfeld literarischer Arbeit und heißen Lisa Swietek herzlich willkommen!
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Edition Outbird: eine Verlagsvorschau

Mit einer Verlagsvorschau dürfen wir an dieser Stelle in Kurzform unsere große Freude ob des bevorstehenden Verlagsprogrammes mit Ihnen teilen, an dem wir bereits eifrig arbeiten:

2019

1. Quartal

Michaela Debastiani Frauenherz„: ein sensibles und einfühlsames Erzähl- und Poesiedebüt zu den facettenreichen, tiefen Emotionen eines Frauenherzens zwischen Familie, Liebe und Freundschaft.

Corina GutmannKopfkino„: fesselnde und bisweilen schmerzliche Erzählungen und Lyrik aus der jahrelangen Workshoparbeit der Greizer Bibliothekschefin Corina Gutmann mit Häftlingen der JVA Hohenleuben.

Peter WawerzinekGeisterfahrt durch Südschweden„: Bachmann-Preisträger Wawerzinek lässt sich mit und unter Freunden durch Schweden treiben und berichtet in diesem bebilderten Erzählband erfrischend, humorvoll und detailverliebt von seinen Beobachtungen und Begegnungen.

Frank HildebrandtGedankenspiele„: Philosophische Betrachtungen, Reflexionen, Fragen und Aphorismen in leichter Sprache zu den Möglichkeiten und Grenzen, zu Moral und Ethik eines modernen Lebens in dieser Gesellschaft.

2. Quartal

Michael Schweßinger „In Buxtehude ist noch Platz“: Schweßinger wird in seinen Stories in der ihm ureigenen Mischung aus Philosophie, hoher Erzählkunst und verstiegenem Humor von seinen Reisen rund um die Welt erzählen.

Tami Weissenberg „Halsweh“ (Arbeitstitel): Tami Weissenberg wird in nicht minder erschütternden Details von seinem Entkommen aus dem in „Darjeeling Pur“ aufgezeigten, massiv gewaltvollen Klima ehelicher Gewalt und emotionaler Abhängigkeit berichten.

Mona Krassu „Freitagsfische“: Mona Krassu zeichnet in ihrem fesselnden Roman die Geschichte einer schlesischen Flüchtlingsfamilie und deren Ausgrenzung und täglichen Überlebenskampf in der russischen Besatzungszone nach.

Edek Rose wirft in seiner bisweilen gewaltsamen, verwundeten, süchtigen Sprache die Frage auf, ob die Beat Generation jemals tot war, die sie sich in seiner Lyrik angesichts eines Debüts in literarische Unfassbarkeit hinein steigert.

3. Quartal

Pia Lüddecke „Geister“: Dieser moderne Schauerroman für Schatzjäger und Schwarzseher ist eine Geschichte für unverbesserliche Romantiker, die daran glauben, dass Liebe viele Grenzen überwindet, und ein zugleich atmosphärisch dichtes Horrormärchen.

Michael Haas „Die Augen meiner Tochter“: In unverkennbarer sprachlicher Eleganz und Weite entwirft Michael Haas in seiner Novelle ein über die Maßen liebevolles Gemälde seiner Tochter.

Benjamin Schmidt & Franziska Appel „Fuck Disability“: Sexualität und Behinderung ist ein Themenkomplex, den wir uns nicht vorstellen können. „Wir“, die nichtbehinderten Menschen. Benjamin Schmidt beschreibt in seinen Short Stories die Vielfalt von Erotik und Sexualität mit Handicap, Franziska Appel bebildert seine Fantasien mit ihren Illustrationen.

4. Quartal

Klaus Märkert „Das Besondere kommt noch“: Wie beim Vorgänger-Roman „Wie wir leuchten im Dunkeln, geben wir so verdammt gute Ziele ab“ geht Märkerts im verstiegen-morbiden Nachthumor-Sound erzählte autobiografische Reise quer durch die Jahrzehnte, von den späten sechziger Jahren bis ins Heute des Jahres 2019 stets auf der Suche nach den besonderen Augenblicken.

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2020

2. Quartal

Lisa Swietek (Hrsg.) „Geschichten aus einer anderen Welt“: Texte aus der literarischen Arbeit Lisa Swieteks im Maßregelvollzug und damit aus einer anderen Perspektive. „Geschichten aus einer anderen Welt“ knüpft an Corina Gutmanns „Kopfkino“ an.

Freilich ist das ein an dieser Stelle noch nicht vollständiger Überblick, zumal noch einige weitere vielversprechende Manuskripte im Gespräch sind und bis zur letztendlichen Veröffentlichung eines Buches immer noch Änderungen in Inhalt, Titel und Erscheinungsdatum möglich sind. Wir bitten Sie, dies zu berücksichtigen, gern an unserer Arbeit dranzubleiben und wünschen Ihnen ein fesselndes Lesejahr 2019.
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Vorankündigung 24. Mai 2019: Mona Krassu „Freitagsfische“

Feridun Zaimoglu sagt über diesen einzigartigen Roman: „Ein wunderbares und wundersames Buch. Mona Krassu erzählt meisterlich eine Geschichte, die lange nachbrennt. Unbedingt lesenswert!“ Eine Einschätzung, die wir teilen – Mona Krassu erzählt mit Liebe zu ihren Figuren und zum Detail und einem unfassbar ausgeprägten Gefühl für die damalige Zeit die Familiengeschichte von Flüchtlingen aus Breslau, die in der sowjetischen Besatzungszone nicht nur mit vielen Widerständen in das neue Leben hineinfinden, sondern ausgegrenzt und angefeindet werden und nur schwerlich mit dem neuen System zurecht kommen. Bis hin zum ältesten Sohn Dietmar, dessen Aufbegehren gegen und Flucht aus dem Sozialismus Konflikte für die gesamte Familie nach sich ziehen.

Mona Krassu zeichnet ein Bildnis, welches problemlos auf die Gegenwart übertragen werden kann und damit auf das Leid und die Schwierigkeiten von Flüchtlingen, mit dieser neuen Welt zurechtzukommen, die sich ihnen offenbart.

Der Roman „Freitagsfische“, dessen Covergrafik der Thüringer Künstler Horst Sakulowski zur Verfügung stellte, erscheint voraussichtlich am 24. Mai 2019 und kann unter diesem Link bereits jetzt vorbestellt werden.
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Wir trauern um Andreas Hähle

Mit dem gestrigen Tag ist Andreas Hähle ein letztes Mal eingeschlafen. Er hat den Kampf gegen den Krebs verloren. Uns fehlen an dieser Stelle die Worte ob dieses großen Verlustes. Andreas Hähle war ein außerordentlich warmherziger und ideenreicher Mensch, Visionär, Schriftsteller und Künstler. Wir trauern mit seiner Frau Lika Hähle und seiner Familie. Möge er in Frieden ruhen.
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Herzlich willkommen: Horst Sakulowski

Mit Horst Sakulowski begrüßen wir dank der unermüdlichen Netzwerkarbeit und einiger Künstlerfreundschaften unserer Autorin Mona Krassu einen der renommiertesten Thüringer Künstler in unserem Verlag. Horst Sakulowski stellte eines seiner Kunstwerke für die Covergestaltung des Romans „Freitagsfische“ zur Verfügung, den Mona Krassu im 2. Quartal 2019 bei uns veröffentlicht. Wir freuen uns über das Vertrauen dieser bereichernden und künstlerisch sehr aktiven Persönlichkeit, zur noch in Planung befindlichen Buchpremiere überdies eine kleine Limitierung des Coverbildes als Kunstdruck zur Verfügung zu stellen. Mehr Infos dazu in Kürze.

Vielen Dank und herzlich willkommen!
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Unterstützungsaufruf: Refugium für Künstler in Not

Grit Maroske, die bereits sehr erfolgreich die Spendenaktionen zugunsten des erkrankten Künstlers und Autoren Andreas Hähle koordiniert(e), möchte im Lausitzer Seenland einen Dreiseitenhof für Menschen ins Leben rufen, denen es nicht gut geht und die eine Auszeit brauchen können. Zitat:

Ich möchte im Lausitzer Seenland einen leerstehenden Dreiseitenhof erwerben und zu einem Refugium für Menschen ausbauen, die für eine Weile einen ruhigen, harmonischen Ort zum Auftanken brauchen. Künstler in Not, Menschen die mit einer Krankheit kämpfen, Familien, die sich sonst keinen Urlaub leisten können – sie alle sollen meine Gäste sein. Es soll kostenlose Gästezimmer geben, einen Ort für kreatives Arbeiten ganz in Ruhe und ohne Druck, einen ökologischen Garten, eine Werkstatt und Platz für Ausstellungen und Konzerte, Gesprächsrunden und andere Veranstaltungen. Bist du ein Teil meines Traums und hilfst mir, dieses Refugium zu schaffen?

Wir finden diese Idee großartig und bitten um Ihre und Deine Unterstützung. Unter diesem Link geht es zur Spendenaktion zugunsten dieses Objektes. Vielen herzlichen Dank!
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Genuss & Kultur: unsere kommenden Veranstaltungen

Nach umfangreicher Vorarbeit können wir Sie mittlerweile auf einige ansehnliche literarische und / oder genussvolle Abende hinweisen, die feinste Literatur, aber auch edle Tropfen und Musik mit außergewöhnlichen KünstlerInnen und ausgesuchten Locations zum Gegenstand haben. Genussvoll, weil bei all diesen Terminen eine handverlesene Bar mit internationalem Whisky, Gin und Rum sowie irischen und schottischen Bieren das Programm abrundet und veredelt.

Gera | Theaterfabrik:

08. 03. 2019 | 20 Uhr | Fantastiklesung „Das Koboltikum“ mit Christian von Aster

17. 04. 2018 | 20 Uhr | Andreas Hähles „Wahnsignale“: eine musikalische Lesung mit „Stern Meißen“-Sänger Manuel Schmid (Stadtbibliothek Gera)

04. 05. 2019 | 20 Uhr | Jennifer Sonntag & Benjamin Schmidt „Das Leben ist Behinderung“ (anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung)

15. 06. 2019 | 20 Uhr | Lesung „Wer wir sind“ mit Jana Hensel & Wolfgang Engler (im Rahmen der Thüringer Literatur- und Autorentage)

06. 09. 2019 | 20 Uhr | Lesung & Gesprächsrunde zur Gefängnisanthologie „Kopfkino“ mit Corina Gutmann und Gästen

02. 11. 2019 | 20 Uhr | Luci van Org liest aus „Vagina Dentata“

Annaberg-Buchholz | Salon West:

29. 06. 2019 | 19 Uhr | „Whisky & Sounds“ mit Martin Plütsch

31. 08. 2019 | 19 Uhr | „Drinks & Stories“ mit Antje Horn

28. 12. 2019 | 19 Uhr | „Whisky & Weltgeschichten“ mit Michael Schweßinger

Leipzig | Beuteltier Art Galerie:

08. 11. 2019 | 19 Uhr | „Vom Grunde der Flasche – Geschichten zwischen Whisky, Wunder, Wehmut & Wirrniss“ mit Christian von Aster

Pößneck | Saale-Orla-Schau@Shedhalle:

18. 05. 2019 | 16 Uhr | „Whisky & Sounds“ mit Martin Plütsch

19. 05. 2019 | 16 Uhr | „Whisky & Words“ mit M. Kruppe

Crimmitschau | Textilmuseum:

01. 11. 2019 | 20 Uhr | „Göttersagen & edle Trünke“ mit Luci van Org

Jena | Restaurant Bauersfeld@Zeiss-Planetarium:

07. 11. 2019 | 18.30 Uhr | Science-Fiction-Lesung mit Christian von Aster

05. 03. 2020 | 18.30 Uhr | Cotton Club mit Südstaaten-Jazz von „The Jelly Peppers“

Empfehlen Sie uns gern weiter. Wir freuen uns auf vergnügliche Abende mit Ihnen!
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Leipziger Buchmesse 2019: Rückblick auf eindrucksvolle Tage

Mit der Buchmesse zu Leipzig 2019 gehen unglaublich eindrucksvolle und starke Tage zu Ende, die uns sicher noch lange begleiten werden. Einmal mehr und mehr denn je zeigte sich, dass unser Verlag „Edition Outbird“ ganz wesentlich auf den Kollektivgedanken, freundschaftliche, vertrauensvolle Partnerschaften, (AutorInnen)Freundschaften und damit auf Augenhöhe aufbaut. Vier Tage lang war unser Verlagspartner Danilo Schreiter als erster Ansprechpartner am Messestand anzutreffen, am Messefrei- und -samstag von Tristan Rosenkranz sowie am Messesonntag durch Mona Krassu unterstützt. Eine Vielzahl von guten Gesprächen führten wir vor Ort – mit AutorInnen, PressevertreterInnen, LeserInnen wie auch unseren Familien und Freunden. Das erste Mal lasen in diesem Jahr AutorInnen von uns auf der Leipziger Buchmesse – am 23. 03. 2019 Corina Gutmann, SOKO-Schauspieler Steffen Schröder und Mitwirkende aus „Kopfkino„, anmoderiert und begleitet von Tristan Rosenkranz, am 24. 03. 2019 Peter Wawerzinek aus „Geisterfahrt durch Südschweden„, anmoderiert und begleitet von Mona Krassu. Beide Lesungen waren mit mehr als 70 Gästen mehr als gut besucht und erzielten eine starke Resonanz. Traditionell veranstalteten wir auch in diesem Jahr unseren Literarischen Salon, der, abermals in der Connewitzer Kunstgalerie Raum 16, einem Familientreffen glich. Michaela Debastiani, angereist aus Salzburg, eröffnete die Lesung mit einem Auszug aus ihrem berührenden Debüt „Frauenherz„, Martin Plütsch faszinierte mit einer virtuos auf seiner Gitarre gespielten Interpretation der Narzissmus-Novelle „Kammerflimmern„, während nach der Pause Benjamin Schmidt den aus gesundheitlichen Gründen verhinderten Andreas Hähle mit Auszügen aus „Wahnsignale“ vertrat, aber auch eigene Stücke vortrug, um anschließend an Michael Schweßinger und Klaus Märkert zu übergeben, die in ihrer Mischung aus Talk, philosophischen Denkansätzen und bisweilen obskur schwarzhumorigen Texten das Publikum desöfteren zum Lachen brachten.Die Messetage waren voll von Eindrücken, Gesprächen, Begegnungen, Veranstaltungen und Premieren, die in ihrer Gesamtheit aufzuzeigen vermochten, welchen Stand wir mit unserer Verlagsarbeit mittlerweile erreicht haben und wie sehr der Gedanke des Miteinanders, der Identifikation und gegenseitigen Unterstützung unsere literarischen Alternativen mitträgt. Es ist an uns, ein erfülltes und riesiges Dankeschön an alle auszusprechen, an Danilo Schreiter vom Telescope Verlag, an die MitarbeiterInnen der Messegesellschaft, an unsere AutorInnen, KünstlerInnen, HerausgeberInnen, Familien und Freunde, an Jürgen Frank von der JVA Hohenleuben, Steve Bauer und seine Kollegen der Kunstgalerie Raum 16, Silke Wolf sowie Mona Krassu für ihre tatkräftige Unterstützung, aber auch an Romina Nikolic und alle hier ungenannten Gäste, Unterstützer und InteressentInnen. Es war großartig – vielen herzlichen Dank!

Zur Fotogalerie folgen Sie bitte diesem Link.
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Buchpremiere „Kopfkino“ in der Stadtbibliothek Greiz: ein Rückblick

Die gestrige Buchpremiere der Gefängnisanthologie „Kopfkino“ von Herausgeberin und Bibliothekschefin Corina Gutmann in der Greizer Stadtbibliothek war ein voller Erfolg. Mehr als 50 BesucherInnen waren zum Teil aus Bayern angereist, um der mit einigen starken Songs angereicherten Lesung zuzuhören und im Anschluss Fragen an die Herausgeberin, die vier anwesenden Häftlinge mit Haftlockerung wie auch an die am Buch mitwirkende Sozialarbeiterin der JVA Hohenleuben, Anke Hartmann, zu stellen. Die Texte, die sich zwischen Wut, Verzweiflung, Hoffnung und Humor bewegten, ergriffen das Publikum und sorgten desöfteren für Fragen, Kopfschütteln oder Gelächter. Wir bedanken uns an dieser Stelle neben der großen Unterstützung der BibliotheksmitarbeiterInnen für das große Interesse, die Aufgeschlossenheit und die zahlreichen Buchkäufe des Publikums, aber auch bei den anwesenden Teams des Mitteldeutschen Rundfunks sowie des Offenen Kanals Gera. Vielen herzlichen Dank!Zum Fotoalbum zur Veranstaltung folgen Sie bitte diesem Link.

Bildnachweis: Juliane Fuchs.
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Christian von Aster in der Geraer Theaterfabrik: ein Rückblick

Am vergangenen Freitag beehrte der äußerst umtriebige wie charismatische Christian von Aster den Literarischen Salon unseres Kooperationspartners Corvus e. V.. Ein sehr schöner Abend mit begeistertem, teils aus Städten wie Apolda, Jena und Hermsdorf angereistem Publikum, dessen Rückblick wir Ihnen nicht vorenthalten möchten:

„Am vergangenen Freitag durften wir keinen geringeren als Christian von Aster auf unserer Salon-Bühne in der Theaterfabrik Gera begrüßen. Der in Leipzig lebende Autor zahlreicher Bücher, Sprecher, Drehbuchautor und Regisseur machte sich in den letzten Jahren vor allem durch seine zum Teil skurrilen, zum Teil auch satirischen Fantasy-Geschichten einen Namen. Dass nicht nur die Welt der Kobolde und Feen, Elfen und Hexen eine literarische Rolle spielt, bewies von Aster, in dem er eine durchaus sozialkritische Kurzgeschichte las.

Während im ersten Teil des Abends eher Talk im Vordergrund stand, in dessen Rahmen M. Kruppe dem Corvus-Gast einige Fragen zu seinem Leben, seinem Werk, seinen Schreib-Ambitionen und Einflussgebern stellte, widmete sich der zweite Teil mehr der Literatur selbst, im gelesenen Sinne. Dabei erzählte Christian von Aster zwischen den Lesetexten immer wieder Anekdoten aus seinem Schaffen und seinem Leben, was für viel Amüsement im zahlreich erschienen Publikum führte.

Sitzend und stehend beeindruckte der Autor die Anwesenden durch seine faszinierende, ja beinahe einzigartig charismatische Art des Vortragens seiner oftmals sehr unterhaltsamen wie auch gut pointierten Geschichten. Es bewies sich: Die Bücher, unter anderem bei der Edition Roter Drache erschienen, selbst zu lesen, was sehr empfehlenswert ist, ist die eine Seite. Den Verfasser auf einer Bühne zu erleben, eine ganz andere, denn hier entfalten sich die Welten und die humorvoll verstiegene Art seines Denkens noch deutlicher.

Manch ein Text beherrscht der 1971 im Westfälischen geborene Autor auswendig und so trug er aus seinem aktuellen Buch „Das Koboltikum“ einiges frei sprechend vor, wobei nicht nur sein facettenreiches Sprachtalent einmal mehr zur Geltung kam, sondern auch sein mimisches Spiel, mit dem er den verschiedenen Charakteren Stimme UND Gesicht verlieh.

Die neunzig Minuten des Programms vergingen wie im Fluge und während des Signierens der Bücher stellten Gäste im Gespräch fest: „Wir hätten noch einige Stunden länger zuhören können.“ Diesen Satz teilen wir uneingeschränkt, aber alles hat einmal ein Ende. Doch wer weiß: Vielleicht wird Christian von Aster einst ein weiteres Mal Gast auf unser Salon-Bühne sein.“

Zum Fotoalbum zur Veranstaltung folgen Sie bitte diesem Link.

Bildnachweis: M. Kruppe
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